Die drei Glocken "Liebe", "Glaube" und "Hoffnung" werden wieder gemeinsam in Nedlitz erklingen. Der Neuguss der kleinsten Glocke ist am Sonnabend geweiht worden.

Nedlitz l Der Glaube ist zurück in Nedlitz! Er ist etwa vier Zentner schwer, aus reiner Bronze und etwa einen halben Meter groß. Empfangen wurde er am Sonnabend von Liebe und Hoffnung. Klingt abstrakt - ist aber so. Denn die letzte der eigentlich drei Glocken - Glaube - der Nedlitzer Kirche ist am Sonnabend eingetroffen.

Aus ursprünglich zwei Glocken wurden im Laufe der Geschichte der Kirche drei Glocken, erzählt Dr. Peter Weber, Vorsitzender des Fördervereins der Nedlitzer Kirche. 1907 hatten sich die zwei Glocken abgenutzt, so dass diese eingeschmolzen wurden, Material zugegeben wurde und dann drei Glocken neu gegossen wurden: Liebe, Hoffnung und Glaube.

Die zwei großen Glocken wurden 1917 beschlagnahmt, 1922 durch Gussstahlglocken ersetzt, die kleine übriggebliebene Bronzeglocke "Glaube" wurde dann im 2. Weltkrieg beschlagnahmt.

Dass diese Glocke ersetzt werden sollte, war schon lange Wunsch des Fördervereins der Kirche, berichtet Dr. Peter Weber. Im Februar 2014 beschloss die Mitgliederversammlung des Fördervereins, die kleinste Glocke des Nedlitzer Geläutes durch eine neue Bronzeglocke zu ersetzen. Seit vielen Jahren wurde dafür bereits Geld auf einem Sonderkonto gespart. Und nun sollte es soweit sein!

Ende September war sie in einer Glockengießerei in Lauchhammer gegossen worden, knapp einen Monat später kam sie nun an ihren neuen Heimatort Nedlitz. Gemeinsam mit Pfarrer Henke, dem Kirchförderverein und interessierten Nedlitzern, wurde die Glocke geweiht. Unter dem Geläut von "Liebe" und "Hoffnung" wurde sie dann in den Turm gehoben, wo sie in den nächsten Tagen im Glockenstuhl aufgehängt wird.

   

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