Mit Badespaß bei freiem Eintritt wurde am Sonnabend das 40-jährige Bestehen der Burger Schwimmhalle gefeiert.

Burg l "Eine Taucherbrille mit Nase bitte!" - "Sind leider schon alle weg." Diesen Dialog zwischen kleinen "Wasserratten" und Schwimmmeister Frank Wedekind konnte man Sonnabend Vormittag einige Male erleben, denn bei einem solchen Ansturm, 100 Badegäste wurden bereits in den ersten zwei Stunden gezählt, wurden manche Wasserspielgeräte knapp. Wie gut, dass das "Wassermobil" der Sportjugend im Stadtsportbund Magdeburg nach Burg gekommen war und einige aufblasbare Großspielgeräte für das Becken mitgebracht hatte. Und dass die Burger Wasserwacht nach dem Baden Kinderschminken anbot. So wurde die "Geburtstagsfeier" den vornehmlich jugendlichen Besuchern nicht langweilig, wie auch Bürgermeister Jörg Rehbaum (SPD) und die für die Schwimmhalle zuständige Sachgebietsleiterin Petra Jäger feststellen konnten. Zusammen mit Schwimmmeister Frank Wedekind, zu dessen Team zwei weitere Schwimmmeister, vier Kassenkräfte und ein Haustechniker gehören, waren sich Rehbaum und Jäger einig, dass eine Schwimmhalle auch in den nächsten Jahren und Jahrzehnten zu den Freizeitangeboten in Burg zählen muss, ebenso wie Stadthalle und Stadtbibliothek. "Dann das macht eine Kreisstadt wie Burg eben aus", so der Bürgermeister, der zuversichtlich ist, dass - frühestens ab 2017, spätestens ab 2019 - die notwenigen Baumaßnahmen (vor allem die Schäden im Fundamentbereich des Beckens müssen behoben werden) stattfinden können, um die Halle, die 1974 gebaut und 1995 teilsaniert wurde, für die Zukunft nicht nur zu erhalten, sondern auch weiter zu profilieren. Die Überlegungen gehen in Richtung Gesundheitssport und Wellness.

Etwa 600 000 Euro jährlich lässt sich die Stadt Burg ihre Schwimmhalle kosten. In diesem Jahr kamen bisher 30 000 Euro für Reparaturen hinzu. Dem gegenüber stehen Tausende Freizeit-, Schul-, Vereins- und Gesundheitsschwimmer, für die die Burger Schwimmhalle ein Stück Lebensqualität ist.

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