Möckern l "Impressionen in Aquarell" lautet der Titel der Ausstellung. Menschenleere Landschaften, lichtdurchflutete Wälder, endlose Weiten - das sind die Motive von Andrea Markus, in denen sich der Betrachter verlieren kann. Dazu kommen die "klassischen" Motive - Blumen - von denen die Malerin etliche Variationen zu bieten hat. Andrea Markus hat mehrere Themengebiete, in die sich ihre Bilder einordnen lassen: "Horizonte", "Durch Jahr und Tag", "Licht und Schatten" sowie "Von Birken und anderen Bäumen". Gezeigt werden in Möckern Bilder, die in den vergangenen drei Jahren entstanden sind

Andrea Markus benötigt manchmal nur wenige Striche und Farbverläufe, um Bilder und Stimmungen zu schaffen, die faszinieren und Spaß an dieser Art von Malerei machen. Nur wenige Farben kommen pro Bild zum Einsatz, meist nicht mehr als fünf oder sechs. Und so wollten viele der gut 50 anwesenden Gäste der Vernissage von der Künstlerin ganz genau wissen, wie sie ihre Werke eigentlich entstehen lässt. Darauf vorbereitet, bereichert die Malerin die Ausstellung um einige Informationstafeln, in denen sie ihr Vorgehen beim Malen erläutert.

Kollege Zufall malt nicht selten mit

"Es ist nicht selten auch Zufall", sagt die 57-Jährige: "Ich lasse sehr oft erst einmal die Farben ganz alleine arbeiten. Erst später male ich Details, meist dort, wo sie das Zufallsprinzip bereits angedeutet hat."

Die Aquarellmalerei, die - wie der Name "Aqua" verrät, sehr von der Verwendung von Wasser beeinflusst ist, erfordert genaues Wissen über das Verhalten von Farbe, wenn sie mit Wasser in Kontakt kommt. Bei aller Anwendung von Grundregeln (Beispiel: Erst helle dann dunkle Farben) lässt sich Markus immer wieder auf Experimente ein, bedient sich auch anderer Maltechniken und verwendet etwa Wachs, Pastellkreiden oder Collagetechniken, um in ihren Bildern ganz besondere Effekte zu erzielen. Dabei geht es ihr nicht darum, was andere, puristische Aquarellmaler von ihrer Vorgehensweise halten, der Künstlerin ist die eigene Freude am Malen das Wichtigste.

Augenleiden machte ihr einen Strich durch die Rechnung

Eigentlich wollte Andrea Markus ja Porzellanmalerin werden, doch ein diagnostiziertes Augenleiden machte ihr schon früh einen Strich durch diese Rechnung. Und so wurde Andrea Markus Bibliothekarin, legte Farben und Pinsel jedoch nie ganz aus der Hand.

Nach Unterricht bei diversen Malern und Lehrern kann die Stegelitzerin inzwischen auf zehn Einzelausstellungen sowie Beteiligungen an Bilderschauen verweisen. Die Ausstellung im Stadthallen-Foyer soll bis 18. Januar zu besichtigen sein.

Die Ausstellung im Lochower Weg kann während öffentlicher Veranstaltungen in der Stadthalle und auf Anfrage besichtigt werden. Kontaktaufnahme ist möglich unter: andrea.markus1@gmx.de

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