Seit drei Monaten im Einsatz: Frank Eismann und Niels Haferland, die Regionalbereichsbeamten der Polizei in der Stadt Burg. Beim Gang über den Weihnachtsmarkt ziehen sie eine erste Bilanz.

Burg l Mit wasserfester Polizeiuniform, Funkgerät und geputzten Schuhen geht es für die Burger Regionalbereichsbeamten (RBB) auf den Burger Weihnachtsmarkt. "Die Präsenz und das Erscheinungsbild sind sehr wichtig", sagt Frank Eismann. Die Polizeimütze ist allerdings nicht wasserdicht...

Noch näher am Bürger zu sein, das habe in den vergangenen Monaten gut funktioniert. "Wir sind schon sehr nah dran", erzählt Polizeihauptmeister Eismann noch in der trockenen Polizeiwache. Beim Bummel über den Burger Weihnachtsmarkt lassen sich freundliche Blicke, ein kurzer Gruß oder stummes Nicken gegenüber den Beamten beobachten. Die Burger RBBs Frank Eismann und Niels Haferland sind präsent.

Auch der direkte Draht zu den Beamten wird genutzt. An einigen Tagen mehr, an anderen klingelt das Diensthandy weniger. "Das sind zum Beispiel Hinweise der Burger auf abgestellte Fahrzeuge ohne amtliches Kennzeichen", nennt Eismann ein Beispiel.

Hand in Hand läuft die Zusammenarbeit mit dem Ordnungsamt. "Wir setzen da auf Erfahrung und Bewährtes", so Torsten Schulz vom städtischen Ordnungsamt.

Das Trio stoppt vor einem weihnachtlichen Verkaufswagen mit Honig im Angebot. "Wir kennen uns schon sehr lange", sagt Karl-Heinz Sperfeldt und zückt seinen Imkernachweis zur Kontrolle. Keine Beanstandung. Die Fußgängerzone der Innenstadt, wo es in diesen Tagen weihnachtlich zugeht, war schon immer ein Schwerpunkt. "Besonders wichtig ist es, Rettungsgassen freizuhalten und dafür zu sorgen, dass Belieferungsverkehr möglich ist und nur zu den ausgewiesenen Zeiten Rad gefahren wird", sagt Schulz.

Außer zurzeit auf dem Weihnachtsmarkt sind die beiden Stadtpolizisten an Werktagen vor den Grundschulen und teils auch Sekundarschulen präsent, kommen mit den Verkehrshelfern, Eltern und Lehrern ins Gespräch, damit die Kinder gefahrlos zur Schule kommen.

Wenn Eismann und Haferland auf Streife gehen, bestimmen sie selbst die Schwerpunkte, die sie auf den Routen anpeilen. Eine ständiger Kontrollpunkt wegen der Bauarbeiten ist derzeit Burg-Süd. Ein anderer die Burger Feuerwache in der Brüderstraße, wo manchmal Autos im Halteverbot stehen und Eisatzfahrzeuge behindern. "Da muss man dran bleiben. Das schleicht sich immer wieder ein", bestätigt Schulz.

Manchmal kommt auch Kurioses zur Sprache. "Ein Bürger hatte sich beim Bürgermeister beschwert, dass er mit dem Fahrrad nicht mehr durch die Fußgängerzone komme, weil zu viele Autos fahren würden", so Schulz. Dabei decken sich Belieferungszeiten der Innenstadt-Geschäfte und Radfahrzeiten nur zu einem geringen Teil.

Intensiviert hat sich auch die Präsenz der RBBs in den Burger Ortsteilen. Dort haben sie sich bereits bei den Ratsmitgliedern vorgestellt, Kontakte zu den Bürgern geknüpft und erste Veranstaltungen sind in Planung. Auch die abendlichen Kontrollen in Parchau, Schartau und Co. sollen öfter stattfinden.

Die RBBs kümmern sich um alle Anliegen der Ihlestädter. Allerdings muss den Fällen auch eine gewisse Wertigkeit zugeordnet werden. So hat Gefahr für Leib und Leben natürlich immer Vorrang. Die Resonanz auf ihre Arbeit sei positiv, ziehen Eismann und Haferland erste Bilanz. Burger und RBBs begegnen sich mit Respekt. Das Sicherheitsgefühl der Ihlestädter steht auch zukünftig an erster Stelle, wenn sie auf Streife gehen.

Zu erreichen sind die RBBs unter den Telefonnummern (0151) 70 33 66 45 oder (0151) 70 33 66 44 direkt zu erreichen.