Zwei noble Geländewagen der Marke BMW zogen am Donnerstag die Aufmerksamkeit der Regionalbereichsbeamten in Möser auf sich. Die Polizei beobachtete die abgestellten Fahrzeuge und konnte nach einer Verfolgungsjagd mit Hubschrauber die Autodiebe aus Litauen stellen.

Möser/Lostau l Der Neuwagenpreis für einen BMW der Klasse X5 beläuft sich auf weit mehr als 50 000 Euro. Zwei Modelle dieser Art wurden am Donnerstag am Straßenrand im Kirschweg in Möser abgestellt - mit auswärtigem Kennzeichen. Die örtlichen Regionalbereichsbeamten wurden laut Polizeisprecher Thomas Kriebitzsch während ihrer Fußstreife auf die hochwertigen Fahrzeuge aufmerksam. Und überprüften deren Herkunft.

Das Ergebnis: Einer der Wagen wurde am Dienstag in Rheinland-Pfalz gestohlen, der andere am Mittwoch in Hessen. "Offensichtlich wurden die Fahrzeuge zum weiteren Abtransport in Möser zwischengeparkt", erklärte Kriebitzsch. Anlass für die Verantwortlichen im Polizeirevier Jerichower Land mit Unterstützung weiterer Beamte aus Magdeburg die Fahrzeuge zu beobachten.

Mit Erfolg: Gegen 18 Uhr näherten sich am Donnerstag zwei Tatverdächtige den gestohlenen BMW. Der 17-jährige Litauer konnte daraufhin direkt an einem der Fahrzeuge festgenommen werden. Mit dem anderen Täter lieferte sich die Polizei eine Verfolgungsjagd. "Ein Beamter konnte sich nur durch einen Sprung zur Seite vor einer Kollision mit dem flüchtenden Fahrzeug retten", sagte der Polizeisprecher. Und bestätigte, dass niemand verletzt wurde.

Mit dem Polizeihubschrauber nahmen Beamte die Spur auf. Kurze Zeit später konnte der 27-jährige Tatverdächtige aus Litauen direkt an einer Auffahrt der A 2 festgenommen werden. Die gestohlenen Fahrzeuge wurden von den Polizisten sichergestellt und sollen nach der Spurensicherung durch die Kriminalpolizisten wieder an die rechtmäßigen Eigentümer übergeben werden.

Kriebitzsch zur Begutachtung: "In beiden Pkw konnten mehrere Beweismittel aufgefunden und sichergestellt werden." Auch sollen die Tatverdächtigen in ersten Vernehmungen bereits teilweise gestanden haben. Die beiden Litauer befinden sich derzeit in polizeilichem Gewahrsam. "Die Staatsanwaltschaft muss nun über die Haftanträge entscheiden", erklärte der Polizeisprecher.

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