Der Landkreis, die Stadt Burg und die Sparkasse haben am Donnerstag zum Neujahrsempfang in die Burger Stadthalle eingeladen. 350 Gäste sind gekommen. Viel Optimusmus wurde verbreitet, das Ehrenamt gelobt und ein Ehrenpreis nach Genthin vergeben.

Burg l Es war der emotionale Höhepunkt des Abends, als Marina Conradi von der Genthiner Touristinformation auf die Bühne geholt wird. Sichtlich gerührt nimmt sie den Ehrenpreis der Sparkasse entgegen. "Es lohnt sich das Brauchtum des Jerichower Landes zu pflegen und bekannt zu machen. Und es gibt Menschen, die genau das leben, wie Marina Conradi", begründet Sparkassen-Vorstand Norbert Dierkes. Die Preisträgerin kämpft mit den Tränen. "Ich bin völlig überrannt. Ich liebe das Jerichower Land, und es ist es wert, dass wir es gemeinsam vermarkten", so die Tourismuschefin.

Auch Landrat Steffen Burchhardt (SPD) wird den Abend lange in Erinnerung behalten. "Für mich ist das heute ein Meilenstein", sagt er zu seiner Neujahrsempfangspremiere als Landrat. "Es ist ein wichtiger Abend für uns." Der Landkreis werde wieder ernst genommen. "Wir haben mehr Gäste als in den Vorjahren und die Landesregierung sucht wieder den Kontakt zu uns. Die in der Vergangenheit aufgebauten Mauern sind gebröckelt", so der Landrat. Das zeige auch der Ministerbesuch.

Wirtschaftsminister Hartmut Möllring (CDU) blickt optimistisch in die Zukunft. "Wir hatten ein erfolgreiches Jahr 2014, auf das wir jetzt aufbauen wollen. Die Auftragsbücher sind gefüllt und wir nähern uns einer Vollbeschäftigung", macht er in seiner Rede deutlich. Für die Zukunft werde wichtig sein, Innovationen mit der Wirtschaft zu verbinden.

Burchhardt würdigt in seiner Rede vor allem das Ehrenamt und nennt dabei vier Personen: Wilma Fischer, Dr. Christoph Beck, Andreas Pichotka und Joachim Müller. "Diese vier stehen stellvertretend für das breite Engagement in unserem Landkreis", so Burchhardt. Die ersten sechs Monate habe er genutzt, um eine Bilanz zu ziehen. Ergebnis: Das Jerichower Land ist finanziell angeschlagen und steht vor schwierigen Aufgaben. "Daran haben die Sparzwänge des Landes einen gehörigen Anteil", sagt er in Richtung des Wirtschaftsministers. Für die Zukunft bedeutet das eine Modernisierung der Verwaltung. Diese Umstrukturierung soll bis Jahresende abgeschlossen sein. Zudem sollen trotz der knappen Kassen der Internet- und der Radwegeausbau vorangetrieben werden. Eine große Herausforderung sieht Burchhardt in der Aufnahme vieler Flüchtlinge. "Wir haben die Pflicht, Menschen mit solch schweren Schicksalen angemessen zu behandeln." Für diese Aufgaben sieht auch der Landrat optimistisch in die Zukunft, weil die Zusammenarbeit zwischen Kreis und den Gemeinden sowie mit den Verbänden, Firmen und sozialen Trägern funktioniere. "Das sehe ich als Chance, mit ihnen allen auch in schwierigen Zeiten kreative Lösungen zu erarbeiten."

   

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