Einen umfangreichen Umbau des Wohnblocks Max-Planck-Straße 58 bis 64 beginnt die Wohnungsgenossenschaft "Glückauf" in diesem Frühjahr. Drei der vier Aufgänge erhalten Aufzüge.

Gommern l Ursprünglich sollten alle vier Aufgänge des Wohnblocks mit einer Aufzugsanlage ausgestattet werden. An der Hausnummer 58 reicht der Grund und Boden der Wohnungsgenossenschaft jedoch nicht für die benötigte Abstandsfläche aus. "Wir wollten ein Stück dazukaufen, aber das hat die Wohnungsgesellschaft abgelehnt", informierte Sylvia Camin, Vorstandsvorsitzende der Wohnungsgenossenschaft Glückauf Gommern, gleich zu Beginn der Mieterversammlung.

Neben der Modernisierung der Wohnungen geht es der Wohnungsgenossenschaft bei dem Umbau auch um die altersgerechte Umgestaltung. "Wir wollen, dass sie in ihren Wohnungen bleiben können, auch im fünften Stock", setzte Sylvia Camin hinzu.

Alle drei Eingänge erhalten einen barrierefreien Zugang. In der 60 bis 64 wird es künftig möglich sein, vom Keller bis in die fünfte Etage mit dem Fahrstuhl zu fahren. Dafür sind umfangreiche Bauarbeiten notwendig. Die Treppenhäuser werden komplett entkernt und neu aufgebaut.

Dazu müssen die Mieter am Montagmorgen bis zum Freitagnachmittag raus aus der Wohnung. Dann sollen das neue Treppenhaus im Rohbau fertig und die Wohnungen wieder zugänglich sein. Die Breite der Treppen bleibt bei einem Meter.

"Wenn sie sich das schon mal ansehen möchten, beispielsweise in Zerbst im Breitestein wurde genauso umgebaut", sagte Axel Reckling, der das Bauvorhaben vorstellte.

Zudem soll das Einrohrheizsystem gegen ein Zweirohrsystem ausgetauscht werden. Eine gleichmäßigere Versorgung mit Wärme werde möglich, erklärte Axel Reckling. Deutliche Einsparungen bei den Betriebskosten sollen mit der neuen Heizung erreicht werden.

Die Balkonschwelle wird wesentlich flacher. Die jetzigen Balkontüren bleiben, werden lediglich durch ein Blindelement verlängert.

Für die Bedienung der Fahrstühle ist der Wohnungsschlüssel notwendig. Besucher klingeln an der Haustür und der Mieter kann ihnen den Fahrstuhl nach unten schicken. Eine neue Wechselsprechanlage wird ebenfalls installiert.

Der Keller wird mit neuen Boxen ausgestattet. Die Mieter fragten sich in der Versammlung, wo sie mit ihren dort aufbewahrten Sachen hinsollen. "Am Kellerberg hat das auch funktioniert. Wenn sie große Schränke zu stehen haben, schiebt die Firma sie hin und her", sagte Sylvia Camin.

Eine andere wichtige Frage war den Mietern, wie viel Dreck beispielsweise die Erneuerung der Heizung mache? "Die Firmen decken mit Folien ab, aber was in der Nähe steht wie Vasen oder ähnliches sollten sie beiseite räumen." Axel Reckling versicherte zudem, dass Einbauküchen für die Heizungssteiger nicht abgebaut werden müssen. "Wir gucken uns das an und finden eine Lösung." Vor-Ort-Termine gibt es ab März in allen Wohnungen. Zusätzlich zu neuen Plattenheizkörpern erhalten die Wohnungen in den Badezimmern Handtuchheizkörper.

Begonnen wird mit der Sanierung der Balkone. Für jeden Aufgang besteht ein genauer Ablaufplan. So, dass die Mieter heute schon wissen, in welcher Woche sie aus ihrer Wohnung raus müssen.

In dieser Zeit können die beiden Gästewohnungen der Wohnungsgenossenschaft Glückauf genutzt oder Zimmer auf der Wasserburg bezogen werden. Mieter, die bei Verwandten unterkommen oder eine andere Möglichkeiten finden, erhalten eine Entschädigung. Sylvia Camin bat die Betroffenen, sich bald für eine Variante zu entscheiden, damit die Vorbereitungen getroffen werden können.

Die Sanierung der Max-Planck-Straße 58 bis 64 kostet (inklusive Stellplätze) rund 1,5 Millionen Euro. "Aufgrund des großen Entgegenkommens der Genossenschaft müssen die Mieter nicht mehr als 40 Euro im Monat mehr Miete zahlen", sagte Sylvia Camin.