Der Burgturm von Loburg erfährt in diesen Wochen eine Schönheitskur. Die Fugen zwischen den Feldsteinen werden neu verfugt. Bis zur 1050-Jahr-Feier im Juli möchte man die Arbeiten an dem Bergfried abgeschlossen haben.

Loburg l Die Entstehungszeit des Burgfriedes wird mit dem 8. bis 10. Jahrhundert angegeben. Dementsprechend hat der Feldsteinturm schon eine Menge gesehen. Zuletzt leider auch immer mehr Sonnenblumen und sogar Johannisbeerbüsche in seinen Außenwänden. Um diesen Zustand zu ändern - und so auch Gefahrenquellen zu bannen - wurde bereits im vergangenen Jahr die Sanierung geplant. Mit der Bewilligung von Fördergeldern konnte die Maßnahme Ende 2014 beginnen. Nach der Einrüstung des Turmes ist dank eines milden Winters und frühen Frühlings nun mit der "Faltenbehandlung" begonnen worden.

Ritze für Ritze rücken die Mitarbeiter der Loburger Baufirma in diesen Tagen dem in die Jahre gekommenen Feldsteinbauwerk zu Leibe. Dabei müssen Auflagen des Denkmalschutzes berücksichtigt werden, erklärt Jörg Kubitz, der den Auftrag übernommen hat. Der alte Mörtel wurde dort, wo locker, per Sandstrahlverfahren entfernt und gegen neuen Mörtel ersetzt. Nicht irgendwelchen Mörtel freilich, sondern den eigens für historische Gemäuer entwickelten. Von oben nach unten arbeiten sich die Mitarbeiter. Je nach Witterung kommt man mal schneller, mal langsamer voran. Derzeit arbeitet Maurer Heiko Schmierer in der achten Etage, das ist noch nicht die Hälfte. Das Gerüst umfasst den Burgturm, der etwa 30 Meter Umfang hat und über 30 Meter hoch ist, in Gänze.

Die Kosten fu¨r die Burgturmsanierung hatte der Loburger Ortsbürgermeister Bernd Wünschmann vor rund einem Jahr mit nicht ganz 92 000 Euro angegeben. Der Zuwendungsbescheid für die beantragten Fördergelder sei u¨ber 58 000 Euro ausgestellt worden.