Burg/Genthin l "Hinter uns liegt ein Jahr mit großen Erwartungen, mit Euphorie, aber auch mit Rückschlägen und der Einsicht, dass nicht alle Fragen und Hindernisse sofort geklärt und beseitigt werden können", sagte Mario Strübing im Rahmen der Delegiertenkonferenz. Er ist Vorsitzender des Kreisfeuerwehrverbandes. Das Ziel des neuen Vorstandes war es, dass der Kreisfeuerwehrverband von den Kameraden wieder angenommen wird. Dem sei man ein gutes Stück näher gekommen.

Der Vorstand wurde umstrukturiert, um eine effektive Arbeit in sämtlichen Bereichen zu gewährleisten. Die Satzung musste aktualisiert und angepasst werden. Mario Strübing sagte: "Der Beschluss dazu wurde auf der Delegiertenkonferenz im November 2014 gefasst und liegt noch immer im Amtsgericht Stendal zur Bearbeitung."

Zurückgemeldet habe sich der Kreisfeuerwehrverband mit dem ersten offenen Kreisausscheid in Möckern. Zehn Männer- und eine Frauenmannschaft hatten sich beteiligt. "Was gut gelungen ist, kann jedoch immer noch optimiert werden und daran arbeiten wir." Die erste große Herausforderung für den neuen Vorstand war dann die erste Feuerwehr-Olympiade im Juni 2014 in Friedensau.

Die Alters- und Ehrenabteilung ist fester Bestandteil des Verbandes. Sie kommt jährlich zur Weihnachtsfeier zusammen. Strübing: "Das ist in unseren Augen nicht ausreichend. Daher streben wir eine weitere Zusammenkunft der Pensionäre an."

Mit dem Landkreis und dem Amt 38 sei man seit geraumer Zeit im Dialog, um diverse Probleme anzusprechen. Ein Beispiel dafür sei die Aktivierung der Fachdienste. Man habe aber noch keine adäquate Lösung für alle Beteiligten gefunden. Man befinde sich aber auf einem guten Weg.

Hinsichtlich der fallenden Mitgliederzahlen in den Feuerwehren sei es wichtig, "die aktiven Kräfte zu unterstützen und den ehrenamtlichen Dienst der Feuerwehr attraktiver zu machen".

Für die Zukunft wünscht sich Strübing "mehr Pflichtbewusstsein bei der Teilnahme an Delegiertenversammlungen". Angesichts einer Teilnahme von nur 30 Prozent bei der jüngsten Delegiertenkonferenz in der Stadthalle Burg ein verständlicher Wunsch.

Sachsen-Anhalts Innenminister Holger Stahlknecht (CDU) stellte fest, dass "Sie das schwerste Ehrenamt haben, das es gibt. Das kann man nicht hoch genug würdigen". Er machte deutlich, dass es bei der Ausrüstung der Wehren einen erheblichen Investitionsstau gebe. Landesverbandsvorsitzender Lothar Lindecke bestätigte dem Kreisfeuerwehrverband einen Quantensprung. "Ihr habt wunderbare Arbeit geleistet, im Vorstand und in den Wehren." Und Kreisbrandmeister Walter Metscher lobte die letzten 365 Tage. "Es hat sich mehr bewegt als in den Jahren zuvor." Landrat Steffen Burchhardt beteuerte seine tiefe Verbundenheit zur Feuerwehr.