Genthin (mfe) l Bestens besucht war die jüngste Lesung an besonderen Orten des Genthiner Kunstvereins. Diesmal fanden sich die Zuhörer in der historischen Parchener Mühle ein. "Es ist ein wenig beengt, Grund dafür ist, dass wir uns in einer Bockwindmühle befinden", erläuterte Elke Lendner vom Parchener Heimatverein zu Beginn der Veranstaltung. Das Mühlenhaus sei dabei in einem sogenannten Bock gelagert. Mit diesen Informationen machte Lendner Werbung für den Mühlentag am Pfingstmontag, an dem es rund um die Mühle ab 10 Uhr Aktionen geben wird. Allerdings keine Lesung. In deren Genuss kamen die Besucher am Mittwoch mit der Merseburgerin Katharina Mälzer, die dort seit ihrem Chemie-Studium zuhause ist. In diesem Bereich war sie lange Jahre tätig. Daneben hatte sie immer Interesse für Literatur. Irgendwann begann sie selbst zu schreiben. "Ich suchte ein Geburtstagsgeschenk für meine Mutter", erzählte sie während der Lesung. So entstand zu deren 85. Geburtstag der Band "Achteinhalb Jahrzehnte". Mittlerweile gibt es mit dem Buch "Frau Mandelkern lud zum Tee" und der Anthologie "Geschichten aus dem Leseturm" weitere Veröffentlichungen, in denen Texte der 55-Jährigen zu finden sind. Aus allen Publikation präsentierte Mälzer Auszüge. Sie schreibt zumeist Kurzgeschichten über Alltägliches, besonders über die Begegnungen von Menschen. Diese sind nicht immer freundlich.