Kathmandu/Burg (fh) l Fast 10000 Menschen sind gestorben, 300000 Häuser zerstört, ganze Dörfer sind verschüttet: Nepal leidet seit April unter den katastrophalen Folgen einer Reihe von Erdbeben. Unter den THW-Helfern vor Ort ist Johannes Anger aus Burg, der sich um Trinkwasser kümmert. Volksstimme-Redakteur Falk Heidel befragte ihn. Unter anderem sagte Anger: Der Tag beginnt für mich als Laborant morgens um sechs. Nach dem Aufstehen geht es zusammen mit unserem Fahrer und den Leuten der ersten Schicht auf die knapp 15-minütige Fahrt zu unserem beiden Trinkwasseraufbereitungsanlagen auf dem Gelände eines nicht mehr in Betrieb befindlichen Wasserwerks. Dort nehme ich zuerst aus den am Abend zuvor befüllten Trinkwasserbehältern Proben für die spätere Analyse im Labor. Die dann nach meiner Rückkehr in unser Basislager durchzuführende Analyse umfasst mikrobiologische und chemische Tests. Die Anlage betreiben wir übrigens von 6 Uhr bis spätestens 22 Uhr. Für mich endet der Tag mit dem Schreiben der Laborprotokolle gegen 16 Uhr. Aber diesen planmäßigen Ablauf gibt es eher selten. Zudem werden wir Laboranten immer wieder als Berater oder für Trinkwasseranalysen anderer Organisationen angefragt.