20 Jahre Industrie- und Gewerbepark (IGP) Burg: Dieses Jubiläum wurde vor wenigen Wochen in Burg groß gefeiert. Und damit auch die Ankündigung, dass mit dem vierten, rund 23 Hektar großen Bauabschnitt die Erfolgsgeschichte fortgesetzt werden soll. In wenigen Wochen werden die Bagger ans Werk gehen und mit den Erdarbeiten auch die Voraussetzungen für einen Kreisverkehr an der Bundesstraße 246 a schaffen. Deshalb muss mit Verkehrseinschränkungen gerechnet werden.

Burg. Bei Simone Kuschinsky im Bauamt der Burger Stadtverwaltung stapeln sich die Ordner. Bevor die Baufahrzeuge in den nächsten Wochen anrollen, müssten schließlich lange vorher alle Planungen unter Dach und Fach sein, sagt die Tiefbauexpertin. Die theoretischen Vorarbeiten sind längst beendet, damit der vierte Bauabschnitt des IGP erschlossen werden kann. Ein Regenwasserhauptkanal wird derzeit Richtung Norden verlegt.

Eine Zerbster Tiefbaufirma wird gut sichtbar den Startschuss geben. Denn das Areal befindet sich direkt neben der vielbefahrenen B 246 a. Der IGP wird in Richtung Norden beziehungsweise Siedlung erweitert.

Während Kraftfahrer die Arbeiten direkt im vierten Bauabschnitt am Rande mitbekommen werden, wird auch die Bundesstraße selbst eine zeitlang in Anspruch genommen. Nicht nur, dass es notwendig ist, beispielsweise eine Trinkwasserleitung und den Radweg umzuverlegen, an der Einfahrt in diesem Teil des IGP entsteht ein Kreisverkehr. "Der wird einen Innendurchmesser von 28 Metern haben, so dass auch Lastzüge mühelos durchfahren können", erklärt Simone Kuschinsky. Neben dem Kreisverkehr an der Berufsschule und Franzosenstraße handelt es sich an der B 246 a dann um den dritten in Burg - und größten. Während der Arbeiten seien Verkehrseinschränkungen nicht zu vermeiden.

In den Bauabschnitt hinein wird es den Planungen zufolge eine 310 Meter lange und 6,50 Meter breite Straße geben, abgewinkelt noch einmal eine Strecke von 100 Metern mit Wendehammer. Ein kombinierter Rad-/Gehweg ist ebenso vorgesehen wie entsprechende moderne Beleuchtungen. Rund 4,3 Millionen fließen an öffentlichen Mitteln für die Erschließung des neuen Bauabschnittes. Bisher waren es schon 11,6 Millionen Euro.

Auf der 120 Hektar großen Fläche siedelten sich bislang 40 Firmen an. Auf diese Weise konnten knapp 1900 Arbeitsplätze geschaffen werden. Die Unternehmen investierten rund 394 Millionen Euro in Gebäude und Produktionsanlagen. Bürgermeister Jörg Rehbaum (SPD) bezeichnete den Branchenmix im IGP als "gut und krisenfest". Weil mit dem neuen, vierten Wirtschaftsbereich auch Flächen versiegelt und Bäume gefällt werden mussten, sind Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen im IGP sowie am Burger Corneliuswerk, in Madel und Schartau vorgesehen.