Die Kindertagesstätte von Körbelitz wird grundhaft saniert. Die Bauverwaltung informierte kürzlich die Ortschaftsräte über den Bauablauf.

Körbelitz. Jörk Döpner von der Bauverwaltung der Einheitsgemeinde Möser hat einen dicken Aktenordner und Zeichnungen vor sich liegen. Was vor bereits mehr als einem Jahr in den Köpfen der Körbelitzer Abgeordneten kreiste - ein Anbau zur Erweiterung der Kita - hat sich jetzt zu einer stattlichen Baumaßnahme entwickelt.

Vorgesehen ist eine energetische Sanierung des Gebäudes. Die Sanitärbereiche, Küche, und Gruppenräume werden erneuert. Das Gebäude wird gedämmt, bekommt eine neu Elektroanlage, neue Beleuchtung, die Raumhöhen werden angepasst, für die Heizungsanlage wird ein neues Ringleitungssystem installiert, es gibt Beschattung und eine neue Möblierung. Rund 238 000 Euro wird die Erneuerung insgesamt kosten. Das Gebäude wird zudem erweitert, um vor allem für die Kinder im Krippenalter Platz zu schaffen. Anfang April sollen die Bauarbeiten beginnen.

Doch zuvor seien noch einige Vorarbeiten notwendig, so Jörk Döpner. Die Gebäudeanschlüsse für Strom und Wasser müssen umverlegt werden, gibt er Auskunft.

In enger Kooperation mit dem Team der Erzieherinnen ist das Vorhaben geplant und der Bauablauf abgespochen worden. Kita-Leiterin Liane Hornburg ist froh, dass es nun endlich losgehen soll. Die notwendigen Genehmigungen hatten sich sehr in die Länge gezogen.

Auch das Elternkuratorium und die Eltern sind in den Prozess eingebunden.

In den kommenden Jahren, prognostiziert die Kita-Chefin, wird der Bedarf an Plätzen für Kinder im Krippenalter zunehmen, deshalb muss erweitert werden. Und alles werde auf einen neuen Stand gebracht, der den jetzt geltenden Normen entspricht.

Dies wiederum ist in dem kleinen Gebäude nicht so einfach. Wohin mit Spiegeln, Waschbecken, Zahnputzbechern, Handtüchern und Toilettenbecken in einem kleinen Raum?

Doch für alles wird eine Lösung gefunden werden, verspricht der Mann von der Möseraner Bauverwaltung.

Die Arbeiten werden bei laufendem Betrieb der Kindertagesstätte erfolgen - überwiegend jedenfalls.

Jedoch kommt man um eine Schließung für drei Wochen nicht herum. Diese Etappe ist auf die Zeit vom 26. April bis zum 17. Mai fesgelegt.

Wohin mit den Kindern derweil?

Die Körbelitzer Krippenkinder werden während der gesamten Bauzeit - geplant sind drei Monate - die Einrichtung in Schermen besuchen. Es handelt sich um sieben Mädchen und Jungen, erläutert Liane Hornburg. Es sei unverantwortlich, die Kleinen dem Krach, der Unruhe und den Einschränkungen durch die Bauarbeiten auszusetzten. Deshalb sei man mit den Eltern und der Gemeinde übereingekommen, die Schermer Kita, die in der Trägerschaft der Einheitsgemeinde Möser liegt, in Anspruch zu nehmen.

Die größeren Kinder ziehen für die drei besagten Wochen in den Schulungsraum des Feuerwehrgerätehauses um, wenn das Jugendamt des Landkreises seine Zustimmung erteilt.

Guido Steffen, der Leiter der Körbelitzer Feuerwehr, sichert zu, dass der Raum völlig leer geräumt wird. "Das nehmen die Kameraden in ihre Hände." Und er bietet die Feuerwehr-hilfe auch für den Umzug an, wenn die Möbel und das Spielzeug und was sonst noch alles benötigt wird, transportiert werden müssen.

Der Bauablauf soll in der kommenden Woche mit den beteiligten Firmen besprochen werden. Viele Handwerker werden der kurzen Bauzeit wegen zugleich tätig sein. Die Erzieher hoffen auf überwiegend schönes Wetter, damit die Kinder viel im Freien sein und sich dem Baustress entziehen können.