Gerwisch. Ortsbürgermeisterin Karla Michalski (CDU) und der SPD-Ortsverein hatten am Sonnabend wieder zum großen Frühjahrsputz eingeladen. Rund 40 Einwohner folgten der Einladung, freute sich der Gerwischer SPD-Chef Dirk Haake. Gemeinsam durchstreiften die Bürger zwischen 30 und 40 Hektar rund um ihren Heimatort auf der Suche nach Müll. Ausgerüstet mit Säcken, Handschuhen, Harken und Schaufeln blieb der Reinigungstruppe kaum etwas verborgen.

"Viel Müll kam wieder einmal zusammen", staunte Dirk Haake. Es sei umso verwunderlicher, da die Gerwischer an ein sehr gut funktionierendes Müllentsorgungssystem angeschlossen sind, meinte Ortsbürgermeisterin Karla Michalski. So fanden sich Fernseher, Schränke, eine Bügelstation sowie sehr viele Reifen in der Landschaft. Die zwei Container wurden gut gefüllt.

Abgesucht wurde ebenso das Gelände der ehemaligen Munitionsfabrik. Hier stießen die Helfer offenbar auf scharfe Übungsmunition. Den genauen Standort wollte Karla Michalski noch am Sonnabend der Polizei mitteilen. Das Gelände der ehemaligen Munitionsfabrik ist immer noch gesperrt. Auf dem Areal könnten sich noch Reste von Munition aus den Zeiten des Ersten Weltkrieges befinden.

Gegen Mittag hatten alle Mitstreiter ihr zugeteiltes Gebiet abgesucht und waren auf den Bolzplatz zurückgekehrt. Dort wartete die Versorgungsstation auf die hungrigen Helfer. Gemeinsam hatten Ortsbürgermeisterin Karla Michalski und Bürgermeister Kay Gericke (SPD) aus ihrem eigenen Etat die Würstchen und Getränke bezahlt. Einen Teil der Verpflegungskosten übernahm auch der SPD-Ortsverein.

Im kommenden Jahr will Dirk Haake mehr Jugendliche in Gerwisch für die Aktion begeistern. Es sei wichtig, die jungen Leute im Ort für das Thema zu sensibilisieren, meinte er am Rande. Gut fand er, dass viel Familien mit kleineren Kindern an der Aktion teilnahmen.

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