Burg. Nur noch wenige Autos parken vor dem Wohn- und Geschäftshaus im Burger Südring, seit dort der Hauptmieter, ein Lebensmittelmarkt, am 31. Dezember geschlossen hat. Wer jetzt noch vorfährt, ist Stammkunde von Drogeriemarkt, Bäckerei und Fleischerei, die viele Jahre zusammen mit dem Supermarkt für die "Rundumversorgung" der Kunden nicht nur aus dem Neubaugebiet da waren. Auch die Detershagener zum Beispiel kauften gern ein. Annerose Peipert war schon 1996 dabei, als das Wohn- und Geschäftshaus bezogen wurde und steht bis heute hinter der Wursttheke. Nach der Schließung des Lebensmittelmarktes hofft sie, dass die Kunden dem Geschäft treu blieben. Ihr Chef, Jens Schumburg von der gleichnamigen Fleischerei (früher Metscher), ist zuversichtlich. "Natürlich hatten wir nach der Schließung des Marktes ab 1. Januar einen Abbruch, aber trotzdem wird die Filiale im Südring von der Kundschaft bis heute gut angenommen." Wegen des relativ guten Umsatzes wolle man, so Schumburg, "Durchhaltevermögen" zeigen, immer in der Hoffnung, dass die Fläche des ehemaligen Lebensmittelmarktes wieder vermietet wird.

Das scheint auch die Devise der Verantwortlichen für Bäckerei und Drogerie zu sein. "Natürlich wäre es am günstigsten, wenn wieder ein Discounter einzieht, der die Kundschaft anlockt, so Schumburg. Er weiß aber, dass diese Märkte heute einen größeren Platzbedarf als noch vor 15 Jahren haben. Deshalb wäre vielleicht ein Sonderpostenmarkt, der auch Getränke und Konserven im Sortiment hat, eine Alternative für den Standort.

Eine Immobiliengesellschaft in Berlin versucht gegenwärtig, für die Räumlichkeiten des früheren Lebensmittelmarktes im Südring einen neuen Nutzer zu finden. Zurzeit würden Gespräche mit potenziellen Interessenten geführt, war aus Berlin zu erfahren. Konkretes könne man allerdings noch nicht sagen.