Frühjahrszeit ist auch die Zeit, in der in unserer Region zahlreiche Feste oder Aktionen geplant werden, die naturgemäß viele Besucher anlocken sollen. Über Vorhaben und Schwerpunkte des Heimatvereins Burg und Umgebung sprach Volksstimme-Redakteur Mario Kraus mit dem Vorsitzenden Lutz Freye.

Volksstimme: Herr Freye, der Wermutstropfen zuerst: Dem Vernehmen nach wird es in diesem Jahr am 1. Mai kein Hoffest geben?

Lutz Freye: Das stimmt. Wir haben uns nach Beratungen im Vorstand und auf der Mitgliederversammlung dazu entschlossen, das traditionelle Hoffest in der Historischen Gerberei nur noch alle zwei Jahre zu veranstalten und es in diesem Jahr erstmals nicht durchzuführen. Die Entscheidung ist uns nicht leicht gefallen. Vor allem, weil sich viele Bürger darauf gefreut haben. Aber es geht leider nicht anders.

Volksstimme: Welche Gründe gibt es dafür?

Lutz Freye: Natürlich die finanziellen und personellen Belastungen, die solch ein großes Fest mit sich bringen. Die Zahl der helfenden Hände als auch die finanziellen Möglichkeiten in unserem kleinen Verein mit 56 Mitgliedern werden immer geringer. Wir können leider nicht mehr auf das Personal zurückgreifen wie vor Jahren. Deshalb bitten wir um Verständnis für diesen Schritt.

Volksstimme: Das Hoffest ist das eine. Was plant der Verein ferner - im Rahmen seiner Möglichkeiten?

Lutz Freye: Wir werden auf jeden Fall weiter ein verlässlicher Partner im touristischen und kulturellen Leben der Stadt bleiben. Stadt- und Turmführungen, die Bewirtschaftung der Gerberei, des Bismarck- und Wasserturmes, des Weinbergs sowie die Beteiligungen am Tag des offenen Denkmals und an der Museumsnacht stehen weiter im Mittelpunkt unserer Vereinstätigkeit. Allein diese zahlreichen Vorhaben fordern uns gewaltig.

Volksstimme: Wird sich der Verein wieder am Sachsen-Anhalt-Tag beteiligen?

Lutz Freye: Auch das. Es ist uns natürlich wichtig, Burg und auch den Landkreis nach außen zu tragen und darzustellen.