20 Jugendliche haben vor wenigen Tagen auf der Skaterbahn in Burg ein offenes Feuer gelegt, die Tornetze auf dem Sportplatz beschädigt und den Platz in Form einer Müllhalde verlassen. Detlef Zimmer, Sportvorstand des Burger BC, musste Platzverweise aussprechen. Der Verein möchte diese Anlage vom Gelände haben.

Burg. "Jetzt ist die Grenze endgültig überschritten", sagt Lars-Uwe Matthias, Präsident des Burger BC. Auf dem Gelände des Vereins steht die Skateranlage seit Mai 2006, und es kam schon wiederholt zu Aussetzern von Jugendlichen. "Bisher haben wir die Polizei rausgehalten, aber freundlich aufeinander zugehen, ist wohl nicht mehr ausreichend", resümiert Matthias und fügt an: "Beim nächsten Mal werden wir die Personalien feststellen lassen."

Die Müllberge an der Anlage, die zerschnittenen Tornetze, der beschädigte Begrenzungszaun und auch Schäden an der Bahn selbst waren das Resultat der jüngsten Grenzüberschreitung. Bereits im letzten Jahr wurden die Trainerbänke am Sportplatz kaputt geschlagen. "Die Jugendlichen, die hier skaten, sind keine Mitglieder des Vereins, also Gäste. Und so sollten sie sich auch verhalten", macht der Vereinspräsident deutlich. Für den Verein bereitet die Anlage mehr Schaden als Freude und soll vom Gelände verschwinden. "Insgesamt sprechen wir von Schäden im unteren fünfstelligen Bereich. Wir sind dabei, mit der Stadt alternative Lösungen zu finden", erklärt Matthias.

Diese alternative Lösung könnte sich schwierig gestalten. "Dann müssen wir gucken, ob wir nicht gar Fördermittel, mit denen die Bahn erbaut wurde, zurückzahlen müssen", erklärt Jens Vogler, Vertreter des Bürgermeisters. Den jüngsten Vorfall verurteilt er natürlich. "So was ist absolut nicht akzeptabel. Ich weiß nicht, was diesen Jugendlichen durch den Kopf geht." Der alternative Standort muss gut zugänglich sein und zeitweise bewacht werden können. "Möglich wäre es vielleicht im Hintergrundbereich des SKZ, doch das ist noch absolut nicht konkret", sagt Vogler.

Fest stehe: "Es sind Wenige, die der Gemeinschaft schaden. Wir dürfen nicht alle über einen Kamm scheren. Viele kommen her und skaten ganz in Ruhe, wie es sein sollte, doch manche kennen die Grenzen nicht", weiß Matthias. Die Jugendlichen geben die Schuld weiter. "Oft sind auch Typen hier, die gar nicht zur Bahn wollen und Stress machen", erzählt Daniel Hellerle. Dass die Bahn gesperrt oder nur zu bestimmten Zeit geöffnet wird, halten die Skater für keine gute Lösung. "Dann müssten wir wieder auf die Straße, und das will keiner", sagt Hellerle.

 

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