Im Burger Stadtentwicklungskonzept, dessen Fortschreibung zurzeit in den Gremien diskutiert wird, spielt der "Grünzug Ihle" eine wichtige Rolle. Jetzt soll der Abschnitt zwischen Breitem Weg und Schusterinsel gestaltet werden. Nach dem Abriss von zwei Gebäuden könnte dort eine Minigolfanlage entstehen, wenn der Bauausschuss heute das von der Verwaltung erarbeitete Nutzungskonzept bestätigt.

Burg. Bevor im Laufe dieser Woche die Abrissfirma anrückt, gab es am Donnerstag vor Ort eine Bauanlaufberatung, an der Planer Matthias Heger, Peter May als zuständiger Mitarbeiter der Stadtverwaltung und David Gotzel von der beauftragten Firma teilnahmen. Die beiden abzubrechenden Gebäude auf dem Grundstück Breiter Weg 44 gehörten einmal zu einer Handschuhfabrik, in der zu DDR-Zeiten eine "Station Junger Naturforscher" untergebracht war und stehen seit Jahren leer. Bis 1. Juli soll das etwa 2000 Quadratmeter große Areal beräumt sein.

Bei den Planungen zur Neugestaltung des 23 bis 30 Meter breiten und 82 Meter tiefen Grundstückes hat sich die Stadtverwaltung vom Stadtentwicklungskonzept leiten lassen, das eine öffentliche Grünanlage mit Wegeverbindung entlang der Ihle ausweist.

Da das planerische Ziel der Weiterführung des die Ihle begleitenden Weges aus Kosten- und Platzgründen kurzfristig nicht umgesetzt werden kann, haben sich die Planer für das "Sackgassengrundstück" einen Rundweg in Gestalt einer Minigolfbahn einfallen lassen. Damit wird auch zwischen Breitem Weg und Schusterinsel auf ein Angebot für aktive Erholung gesetzt, wie auch mit den Planungen für den Mehrgenerationenspielplatz auf der Ecke Deichstraße/Schulstraße, wo im August Baustart sein soll.

Für das Grundstück Breiter Weg 44 sind 14 Minigolf-Elemente aus Beton vorgesehen. Als weitere Gestaltungselemente sind geplant: zentraler Erschließungsweg, Klettertier, Sitzelemente, Fahrradständer, Papierkörbe. Das Grundstück soll eingezäunt und begrünt werden.

Eine Minigolfanlage gibt es in Burg und Umgebung bisher nicht. Vorschlag der Verwaltung ist, die Anlage von einem Dritten betreiben zu lassen. Die Vorstellungen gehen dahin, dass ein in der Nähe ansässiger Gastronom per Vertrag die Anlage übernimmt, Schläger und Bälle verleiht und mit den Einnahmen die Unterhaltung und Pflege der neuen Sportstätte garantiert.

In den veranschlagten Kosten für die Umgestaltung in Höhe von 220 000 Euro ist auch eine Aufwertung des auf der anderen Seite des Breiten Weges gelegenen Grundstücks Nummer 9 enthalten. Das soll mit der Versetzung und Ergänzung bereits vorhandener Gestaltungselemente (Betonelemente und -blumenkübel) sowie mit einer weiteren Bepflanzung passieren.