Holz ist eines der wichtigsten nachwachsenden Rohstoffe. Ob als Baustoff, Möbelstück oder Brennmaterial - die Verwendung ist vielfältig. Tischlermeister und Restaurator Dirk Meier aus Burg arbeitet täglich mit diesem Naturprodukt. Er weiß, seit Kamine in Eigenheimen wieder Mode sind, hat der Wettbewerb ums Holz angezogen. Ein Grund mehr, sich im Jahr des Waldes, genauer mit dem Stoff zu beschäftigen.

Burg/Theeßen. Holz ist nicht gleich Holz. So viel steht fest. "Darüber wurden immerhin schon zig Bücher verfasst", sagt Dirk Meier. Der 47-Jährige betreibt in Theeßen eine Tischlerei. Hier werden Türen restauriert, Fenster gezimmert und Treppen für historische Bauten gefertigt. 22 Angestellte, darunter vier Lehrlinge, hobeln, feilen und streichen täglich den Rohstoff Holz.

"Wir verwenden oft einheimische Holzarten wie Kiefer, Eiche und Buche. Aber auch Ahorn und Birke zählen dazu", berichtet Meier bei einem Besuch in seiner Werkstatt. Als Restaurator wird er oft bei Sanierungen von Denkmälern angefordert. "Dabei sehen wir, wie Holz bei mangelnder Pflege verschleißen kann." Immer dort, wo Wind, Regen und Sonne auf ungeschütztes Holz prallen, müssen Fenster und Türen ausgetauscht werden. "Dabei kann ein gutes Holzfenster um die 100 Jahre genutzt werden", erklärt der Tischlermeister.

Meier setzt auf ökologisches Bewusstsein. "Wenn ich mich schon für Holzmöbel entscheide, sollte ich heimische Holzarten verwenden und mich nicht von Trends leiten lassen", sagt er. Auf Bäume aus Kanada oder der Taiga sollte verzichtet werden, meint er. Schließlich sei der Transportweg viel zu lang. Das belastet die Umwelt.

Belastend für den Holzmarkt sei der gestiegene Bedarf an Kaminholz. "Früher gab es eine klassische Teilung. Das gute Holz wurde für Möbel genutzt, die Äste als Brennholz. Jetzt wird sogar das gute Holz für den privaten Gebrauch geschreddert", berichtet er. "Es kommt wieder wie im Mittelalter", fügt er augenzwinkernd an.

 

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