Die Gardeleger Eisspringer sind am Sonnabend traditionell mit einem Anbaden ins neue Jahr gestartet. Dazu kamen wieder viele Gäste.

Gardelegen l "Ich liebe Kälte, und es ist was Gutes für die Gesundheit." Der das sagt, ist keiner der alten Eisbadehasen, sondern der zehnjährige Paul Niklas Henke. Am Sonnabend war er der jüngste Starter. Seit seinem achten Lebensjahr geht er gern in den Wintermonaten im Freien baden. Sein Opa Klaus Schmidt, selbst leidenschaftlicher Eisbader, hatte ihn dafür begeistert.

So beherzt wie Paul und die anderen gestandenen Eisspringer schritten Lara Sophie Blank (10) und Marisa Koch (12) noch nicht am Ufer hinab in den Silbersee. Aber mit etwas Zureden und Unterstützung von Ute Wischeropp wagten sich die beiden Mädchen aus Gardelegen dann doch hinein ins kühle Nass - nicht zum ersten Mal übrigens. Denn Klaus Schmidt, in dessen Begleitung sie am Sonnabend zum Anbaden gekommen waren, hatte auch die Mädchen schon früher mit zum See nahe der B71 genommen. Dort treffen sich die Eisspringer immer sonntags um 10 Uhr. Wie bei den Winterreifen lässt sich die Saison kurz zusammenfassen: von O bis O, also von Oktober bis Ostern.

Höhepunkt im Gruppenleben der Gardeleger Eisspringer ist jeweils der Jahresauftakt, zu dem auch zahlreiche Gäste an den Silbersee kommen. Nachdem die Organisatoren Ralph Kobert und Karsten Langhoff alle begrüßt und etwas Eis -mitgebracht in der Kühltasche - ins Wasser geworfen hatten, ging es auch schon zum offiziellen Anbaden in den See. Der hatte zu dieser Zeit Temperaturen um den Gefrierpunkt. Am Morgen hatte das Wasser eine leichte Eisschicht, einige Stücke trieben am Nachmittag noch an der Oberfläche. Die Außentemperatur betrug sechs Grad Celsius. Richtiges Wetter also für einen heißen Kaffee, für Glühwein oder einen Besuch in der mobilen Sauna, die nach der Premiere im vergangenen Jahr zum zweiten Mal im Einsatz war. Die Eisspringer hatten zudem ein reichhaltiges Büfett vorbereitet.

   

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