Die Stadtverwaltung pocht auf die Einhaltung der Nutzungsvereinbarung mit dem Dannefelder Heimatverein zum Dorfgemeinschaftshaus. Alle Rechnungen gehen daher an den Verein.

Dannefeld l Der Streit um das Dannefelder Dorfgemeinschaftshaus könnte sich alsbald zuspitzen. Auf Anfrage bestätigte Bürgermeister Konrad Fuchs, "dass alle Rechnungen, die das Haus betreffen, an den Dannefelder Heimatverein Bauernfahne geschickt werden". "Es gibt eine gültige Nutzungsvereinbarung, und die wird nun umgesetzt", so der Bürgermeister.

Die Einnahmen für die Vermietung des Hauses gingen bislang auf das Stadtkonto. Diese seien mit den Ausgaben verrechnet worden, sagte Kämmerer Maik Machalz. Der Verein sei jedoch nun angeschrieben worden, damit in den Mietverträgen das Vereins- und nicht länger das Stadtkonto aufgeführt werde, sagte Machalz.

Andreas Finger, Vorsitzender des Vereins Bauernfahne, verweist indes auf die schriftliche Kündigung der Nutzungsvereinbarung am 14. Juli 2013, weil der gemeinnützige Verein das Haus aus steuerlichen Gründen nicht betreiben könne. Außerdem merkte er an: "Es hat keine Übergabe des Hauses an den Verein stattgefunden. Die Stadt betreibt es", so Finger.

Ein Umstand, den wiederum Fuchs anders bewertet: "Der Verein hat den Bau begleitet und dabei den Besitz ergriffen." Daher werde es auch keine weitere Beschlussvorlage zum Umgang mit dem Haus in der nächsten Sitzungsschiene geben, so Fuchs auf Nachfrage.

Finger dagegen hofft, dass es doch noch eine politische Entscheidung im Stadtrat gibt. "Er ist das Gremium, das das Problem auf kürzestem Wege lösen kann", so Finger.

Die Dannefelder sollten genauso behandelt werden wie die anderen Ortsteile mit Dorfgemeinschaftshäusern. Bedeutet konkret: Die Stadt soll den sanierten Bau, der seit Ende August nutzbar ist, betreiben, so wie sie es seit Fertigstellung getan hatte. Finger sagte: "Wir Dannefelder wollen einfach, dass es mit dem Haus so gut weiterläuft wie bisher."

Den Schlüssel für das Haus hat die Dannefelderin Doris Hartung, die sich auch um die Abnahme nach Vermietungen kümmert. Finger betonte: "Sie ist Mitglied des Heimatvereins, aber sie macht das nicht für den Verein."

Wenn der Verein nun ablehnt, Mietverträge auszufüllen, könnte es bald schwierig werden für Interessenten, die das Gebäude nutzen werden. Die Stadt wird an den Verein verweisen, der Verein an die Stadt. Zu den Rechnungen, die der Heimatverein von der Stadt erhält, sagte Finger: "Die schicken wir zurück."