Kalbe (dly) l Die Arbeiten, die der Student Sebastian Höger aus Halle seit Sonnabend in der ersten Altstadtgalerie in Kalbe zeigt, sind schon seit einiger Zeit vollendet. Denn sie entstanden zum Teil während eines Auslandssemesters im vietnamesischen Hanoi, zum Teil davon inspiriert kurz nach der Rückkehr.

Noch nicht vollendet hingegen ist seine Arbeit gegenüber der Galerie, die sich im Privathaus der Familie Kramp an der Gerichtsstraße 12 befindet. Auf der anderen Straßenseite gibt es eine - bis Sonnabend wenig ansehnliche - Blechwand. Die gestaltete Sebastian Höger, der gern mit Farbe aus Sprühdosen arbeitet, neu. Ganz fertig geworden ist er noch nicht. "Wenn ich Anfang April die Bilder der Ausstellung abhole, dann stelle ich die Arbeit fertig", sagte der Hallenser, der sein Lehramtsstudium in den Fächern Kunsterziehung und Geografie demnächst abschließt und zum kommenden Schuljahr ein Referendariat beginnen möchte.

Auf der Blechwand schon sehr gut zu sehen ist ein Storch auf dem Burggiebel. In grüner Farbe wird auf der linken Seite der Schriftzug Kalbe zu lesen sein, in blauer Farbe auf der rechten Seite der Schriftzug Milde. Die geschwungenen Buchstaben im Graffito sollen die Milde widerspiegeln, die sich durch die Stadt schlängelt.

Die Sprayerkünste von Sebastian Höger sollen noch an anderer Stelle in Kalbe zum Einsatz kommen. Wie Corinna Köbele vom Verein Künstlerstadt Kalbe sagte, sei ein Graffiti-Workshop für Schüler geplant, um den oft beschmierten Trafo nahe der Sekundarschule farblich zu gestalten. Das Energieunternehmen, dem die Anlage gehört, habe schon sein Einverständnis erklärt. Ein Bericht zur Ausstellung folgt in einer der nächsten Ausgaben.