Das Veterinäramt des Altmarkkreises warnt Tierhalter vor der Afrikanischen Schweinepest. Zwar sei die Gefahr noch nicht akut, aber dennoch Vorsicht geboten.

Salzwedel l Die Afrikanische Schweinepest hat in Litauen die Grenze zu Polen erreicht. "Wir beobachten das mit Sorge, können aber nicht sagen, wie schnell sie voranschreitet und wollen deshalb rechtzeitig für das Thema sensibilisieren", erklärte gestern Elke Filter, Leiterin des Kreis-Veterinäramtes. Sie bittet alle Schweinehalter, die erforderlichen Hygienemaßnahmen zu ergreifen und ihre Ställe "dicht zu machen". Besondere Vorsicht sei bei Transporten geboten, vor allem wenn sie aus Polen kommen, was gar nicht so selten sei.

Bei der Afrikanischen Schweinepest (ASP) handelt es sich um eine hoch ansteckende und tödlich verlaufende Viruserkrankung bei Haus- und Wildschweinen. "Für den Menschen ist sie absolut ungefährlich", betont die Amtstierärztin. Die Tierseuche wird über direkten Kontakt von Tier zu Tier und indirekt über Transportfahrzeuge, Futtermittel, Lebensmittel, Speiseabfälle oder durch Zecken übertragen. Sie gilt als eine der gefährlichsten Schweinekrankheiten. Es gibt weder Impfstoffe noch Arzneimittel, um einer ASP-Infektion vorzubeugen und sie zu bekämpfen.

Die letzten Ausbrüche sind aus Litauen und Polen vermelden worden. In Deutschland ist die Afrikanische Schweinepest bisher nicht aufgetreten.

"Die klinischen Anzeichen sind sehr unspezifisch und teilweise gekennzeichnet von hohem Fieber, Atemwegsbeschwerden und plötzlichen Todesfällen", beschreibt Elke Filter. Die Symptome der Erkrankung sind nicht von der Klassischen Schweinepest und anderen schweren Krankheitsverläufen zu unterscheiden!

Die Afrikanische Schweinepest unterliegt der Anzeigepflicht. Sie wird in Deutschland nach Maßgabe der sogenannten Schweinepestverordnung bekämpft, informiert sie.