Echte Handarbeit und viel Engagement stecken in dem Projekt, dass drei Schüler des Gardeleger Geschwister-Scholl-Gymnasiums initiiert und umgesetzt haben. Das Ergebnis ist im Eingangsbereich des Hauses zu sehen.

Gardelegen l Wenn man Christina Sawin, Max Hartmann und Ben Schulz eines nicht vorwerfen kann, dann ist es Betriebsblindheit. "Der alte Kasten sah echt nicht mehr schön aus", betonte Alexandra Thätz gestern. Die Zwölftklässlerin nahm in Vertretung von Ben Schulz an der offiziellen Vorstellung des neuen Schaukastens teil, in dem symbolisch über die Namensgeber des Schulhauses am Jägerstieg informiert wird.

Auch nach mehreren Schuljahren und ungezähltem Vorbeigehen am alten Wandbild mit Erklärungen über das Geschwisterpaar und die Widerstandskämpfer Hans und Sophie Scholl fiel den drei Gymnasiasten noch immer der Zustand auf. "Alt, ausgeblichen und nicht mehr wirklich sehenswert", urteilten sie. Also riefen Christina Sawin, Max Hartmann und Ben Schulz das Projekt "Neugestaltung eines Schaukastens über die Namensgeber unserer Schule" ins Leben.

Die Initiative der jungen Leute führte sie unter anderem zum Gardeleger Rotary-Club. Denn: Die größte Hürde war natürlich die Frage der Finanzierung. "Den ersten Kontakt hat Max hergestellt", erklärte Christina Sawin. Was sie dazu bewogen hat und auch wie sie ihre Idee umzusetzen gedachten, erklärten die Schüler den Rotariern mit dem damaligen Präsidenten Heinz Baldus, der gestern zur Vorstellung des fertigen Schaukastens kam. "Wir fördern ja einige soziale Projekte, und das müssen doch nicht immer Fußbälle oder Spielgeräte sein", sagte Heinz Baldus mit einem Augenzwinkern.

In die Anschaffung des Kastens und der Materialien, wie der knallroten Stoffbespannung, investierten die Gymnasiasten 600 Euro, die allein von den Gardeleger Rotariern gesponsert wurden. Dazu kamen 35 Arbeitsstunden für jeden der Zwölftklässler, um die Tafel zu gestalten. "Wir haben die stilisierten Bilder sowie ihre Geburtsdaten und das Todesdatum von Sophie und Hans Scholl bewusst in das Zentrum gerückt. Außen sind die weißen Rosen zu erkennen, und die schwebenden Blütenblätter schaffen die Verbindung", erklärte Max Hartmann. Allein der Spruch "Die Rose blüht noch!" ist ihre ganz eigene, besondere Idee gewesen. Und damit hinterlassen die drei, die demnächst ihr Abitur machen, etwas sehr Bleibendes an ihrer Lernstätte.