In Potzehne hat sich der Integrative Förderverein der Freiwilligen Feuerwehr Potzehne gegründet. Vor allem sportliche Veranstaltungen wollen die Mitglieder fördern und unterstützen. Im Fokus stehen dabei Kameraden, die mit gesundheitlichen Einschränkungen leben müssen.

Potzehne l "Wir wollen Menschen, die aus dem aktiven Dienst in unserer Feuerwehr aus gesundheitlichen Gründen ausscheiden müssen, auffangen und die Möglichkeit bieten, sich weiter zu engagieren." Das sei einer der Gründe, warum sich die Potzehner Feuerwehrkameraden vor wenigen Monaten entschieden haben, einen Integrativen Förderverein zu gründen, erläuterte Karsten Lemke, der künftig als Vorsitzender des Vereines fungieren wird.

Dabei war das Programm des Landessportbundes Sachsen-Anhalt, "Integration durch Sport", Ideengeber. "Wir haben nicht nur Menschen, die zum Beispiel auf den Rollstuhl angewiesen sind, sondern auch Kameraden mit Migrationshintergrund", erklärte Lemke am Freitagabend während der Jahreshauptversammlung der Wehr. All diese sowie auch alle anderen Potzehner, ob alt oder jung, sollen sich durch den Verein sportlich betätigen können. Die Jugendfeuerwehr machte es vor.

"Sportliche Aktivitäten haben wir uns auf die Fahne geschrieben."

Andrea Berck, stellvertretende Vereinsvorsitzende

Sie sind bereits in dem Programm "Integration durch Sport" und nehmen die verschiedensten Angebote seit einiger Zeit in Anspruch. Und so wollen es auch Lemke und seine Stellvertreterin Andrea Berck für ihre Mitglieder.

Ideen haben sie und die mittlerweile 23 Mitglieder, die nicht nur Kameraden der Wehr sind, viele. "Fahrradtouren, aktive Beteiligung am traditionellen Fest der Vereine im Ort und andere sportliche Aktivitäten haben wir uns auf die Fahne geschrieben", erklärte Andrea Berck. Das sei natürlich nur durch die finanziellen Mittel möglich, die sich durch eine Teilnahme am Landessportbund-Programm ermöglichen lassen.

Außerdem solle der Integrative Förderverein der Feuerwehr Potzehne auch die Wehr selbst in einigen Vorhaben unterstützen - auch finanziell. "Ich denke da zum Beispiel an die Anschaffung eines Pavillons oder von Besteck", erklärte der Vereinsvorsitzende. Das fehle nämlich derzeit im Gerätehaus. Deshalb mussten die Kameraden am Freitagabend im Anschluss an die Versammlung auf Plastikbesteck zurückgreifen. "Wir möchten so versuchen, diesen allgemeinen Bedarf, der nicht von der Stadt ermöglicht wird, abzudecken." Karsten Lemke und Andrea Berck warten derzeit sehnsüchtig auf Post.

"Mit dem Eintrag ins Vereinsregister wird Förderverein geschäftsfähig."

Karsten Lemke, Vereinsvorsitzender

Denn noch ist der Verein kein rechtlich eingetragener Verein. Der Antrag auf Eintragung im Vereinsregister ist gestellt und müsse am Vereinsgericht nur noch genehmigt werden. "Dann sind wir geschäftsfähig und können loslegen", so Lemke. Bereits 23 Mitglieder können sie verzeichnen. Und sie wollen in nächster Zeit noch mehr Mitglieder werben.