Er war nicht geplant - der Wintercampus im Zuge des Künstlerstadtprojektes in Kalbe. Und doch hat Initiatorin Corinna Köbele am Sonnabend offiziell elf Stipendiaten begrüßt.

Kalbe l Der erste Campus der Künstlerstadt Kalbe im vergangenen Sommer hat einer der Stipendiatinnen so besonders gut gefallen, dass sie an ihrem Studienort in Halle begeistert davon berichtete. Und so wurde Katrin Parotat unvermittelt zur Initiatorin der Winterauflage des Studiencampus in der Mildestadt. "Ich habe eigentlich fast nichts dazu getan", entschuldigte sich Corinna Köbele mit einem Augenzwinkern und hob in angedeuteter Hilflosigkeit die Schultern. "Ich war`s nicht", sagte sie lächelnd und verwies auf die Kunststudentin, die an der Kunsthochschule Burg Giebichenstein Werbung für Kalbe machte.

In Eigenregie haben einige der Studenten vom Sommercampus ihren Kommilitonen vom Kalbenser Kunstprojekt berichtet. In einem eigens organisierten Jour fixe stellten sie die Künstlerstadt Kalbe in den Mittelpunkt des Treffens. Und danach hatten Katrin Parotat, Lena-Teresa Florschütz und einige ihrer Sommercampus-Kollegen kein Problem, weitere Studenten für die Kalbenser Idee zu begeistern. Die fast kompletten Unterlagen der Studenten reichten sie an Corinna Köbele mit der Bitte weiter, ein weiteres Mal den Aufenthalt in der Künstlerstadt zu ermöglichen.

Für rund eine Woche sind nun Catherine Sanke, Lisa Kotkamp, Katrin Parotat, Beate Körner, Lena-Teresa Florschütz, Lisa Marie Quester, Anne Oertel, Paul Striegel, Jonathan Gentilhomme, Hannah Maria Mayer und Sophie Wolf Studiengäste im beheizten Atelier an der Vahrholzer Straße. Zeit und Platz, ihre Ideen zu suchen, zu finden und umzusetzen, haben die Studenten in Kalbe jedenfalls. Dass sich einige von ihnen unmittelbar von ihrer Umgebung inspirieren lassen, erzählten sie während des ersten Rundgangs durch die Räume. Unter anderem wird Catherine Sanke frisch gegossene Betonplatten auf dem Gelände an der Vahrholzer Straße 50, in Nachbarschaft zur Firma Milde-Beton, als Bildträger für ihre Arbeit nutzen. Die Firma hat die Atelierräume auch bereitgestellt (Volksstimme berichtete):

Ein weiteres Projekt, das die jungen Künstler umsetzen wollen, hat etwas mit dem aktuellen Tagesgeschehen, das die Kalbenser gerade bewegt, zu tun (Bericht links). Das Ergebnis werden sie vorstellen.

Vorgestellt wurde am Sonnabend auch die kunterbunte Spendenbox, die bei allen Aktionen und Terminen dabei ist. Wer das Projekt Künstlerstadt außerhalb eines Rundgangs fördern und unterstützen möchte, findet alle Daten auf folgender Internetseite:

www.kuenstlerstadt-kalbe.de

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