Vahrholz (cn) l Ernst Habermann ist frustriert. Der Vahrholzer hat in seinem Wald einen großen, illegal entsorgten Asbesthaufen entdeckt und fürchtet nun, auf den Kosten der Beseitigung sitzen zu bleiben. "Aber ich kann das ja nicht hier liegen lassen", sagt der Waldbesitzer, der deshalb auch noch einmal Rücksprache mit dem Kalbenser Ordnungsamt halten will.

Entdeckt hat er die Tat am vergangenen Sonntag. "Als ich Sonnabendnachmittag hier gewesen bin, lag da noch nichts. Und Sonntag dann das...", sagt Habermann. Nach seiner Einschätzung handelt es sich um etwa 60 bis 80 Quadratmeter Asbest, die da in seinem Wald liegen. Sie seien vermutlich beim Abdecken irgendeines Flachdaches angefallen. "Und dann wollte jemand die Entsorgungskosten sparen und hat das Zeug hier abgekippt", mutmaßt Habermann.

Natürlich habe er gleich am Montag in Kalbe Anzeige bei der Polizei erstattet - und sei dann, wie er sagt, umso enttäuschter gewesen, dass die Beamten nicht gleich mit ihm an den Ort des Geschehens gekommen seien, um sich ein Bild von der illegalen Asbestentsorgung zu machen und um eventuelle Spuren zu sichern. Stattdessen sei ihm gesagt worden, dass die Polizei unterbesetzt sei.

Bei seinen eigenen Recherchen, so Habermann, habe er entdeckt, dass das Fahrzeug, in dem der Asbest wohl transportiert worden sei, wahrscheinlich auf dem Hauptweg, der in Richtung Altmersleben führe, gewendet worden und dann rückwärts in den Wald chauffiert worden sei. Es müsse sich um ein größeres Fahrzeug gehandelt haben. "Denn in einem Pkw-Anhänger kann man so eine Menge nicht transportieren", so Habermann. Der Verursacher habe durch die illegale Entsorgung mehrere hundert Euro sparen wollen.