Das Schullandheim hat einen leichten Rückgang bei den Schulteilnehmern zu verzeichnen. Es gebe nunmal weniger Schüler, erklärte Leiterin Heidi Adolph. Dagegen erfreuten sich die Ferienangebote wachsender Beliebtheit.

Gardelegen. Das Gardeleger Schullandheim ist eine Institution. Fast 20 Schulen nutzten im vergangenen Jahr das Angebot. Sie kommen sogar aus Calvörde, Stendal und Rottmersleben, um die Einrichtung zu besuchen. Klassen lernen dort in Projekten zum Beispiel alles über Tiere oder die Regeln des Straßenverkehrs lernen, sagte Schullandheim-Leiterin Heidi Adolph.

Insgesamt gab es 99 Projekte im vergangenen Jahr. Jedoch kamen 2010 rund 400 Schüler weniger als im Jahr zuvor. "Die Schüleranzahl insgesamt ist leicht rückgängig", führte Heidi Adolph als ein Grund an. Außerdem gebe es weniger vierte Klassen als in den Jahren zuvor. Das Ferienprogramm erfreue sich dagegen wachsender Beliebtheit. "Die Teilnehmerzahl ist um 20 Prozent gestiegen", erklärte die Leiterin. In den Ferien unternehmen die Mitarbeiter mit den Schülern Ausflüge, basteln oder spielen. 1011 Kinder und Jugendliche hätten die Angebote genutzt. "Das ist schon optimal", meinte Heidi Adolph. Damit liege die Gesamtzahl der Schüler mit 3075 leicht unter der des Vorjahres (3228).

Unzufrieden ist sie mit der Teilnahme an den Arbeitsgemeinschaften am Nachmittag (siehe Infokasten). "Sie könnten mehr Interesse vertragen", wünschte sich Heidi Adolph mehr Teilnehmer. 2010 waren 39 Schüler bei den wöchentlichen Veranstaltungen dabei. Das Angebot sei vielfältig. Schüler lernen kochen oder backen, töpfern oder bauen Modelle von Schiffen. Die beliebtesten Arbeitsgemeinschaften seien die Aquakids, die Tier- und Naturfreunde und die Eisenbahnmodellbauer am Mittwoch. "Diese Gruppen sind voll", sagt Heidi Adolph. Für alle anderen Arbeitsgemeinschaften werden aber noch Teilnehmer gesucht.

Das Schullandheim sei auch ein beliebtes Ziel von Kindergärten aus der Region geworden. Denn in den Räumen an der Letzlinger Landstraße gibt es allerhand zu entdecken. Besonders mögen die Jungen und Mädchen die Tiere. Im Schullandheim leben manche exotische Vögel und Fische, aber auch Meerschweinchen, Mäuse und Chamäleons.