Ihr traditionelles Hunnebrösselfest erlebten die Dannefelder am Pfingstsonntag. Der Held des Tages war dabei Maikerl Andreas Schröder, der tapfer die rund fünfstündige Verkleidung durchhielt.

Dannefeld l Klappern gehört nicht nur zum Handwerk, es gehört auch zu den Dannefelder Hunnebrösseln. Und so manche der sorgfältig ausgesuchten, geschälten und monatelang getrockneten Haselnussruten wurden am Pfingstsonntag in ihre Einzelteile zerklappert. Dafür machten die gut 30 Hunnebrössel aber auch wieder jede Menge Krach bei ihrem Marsch durchs Dorf. Und der hatte es diesmal in sich. Bei Temperaturen von um die 30 Grad kamen Schult (Eike Fäsche) und Schöppe (Tobias Krone), Kiepenträger und eben auch die Hunnebrössel ordentlich ins Schwitzen. Das galt aber wohl vor allem für Andreas Schröder, der als Maikerl immerhin rund 50 Kilogramm Birkengrün mit sich herumschleppte.

Festgemacht war das Blätterkleid traditionell mit ebenfalls 50 Metern Strick. Den hatten die Ankleider Volkmar Blume, der dieses "Handwerk" schon von seinem Vater gelernt hatte, sowie Karl-Heinz Pooschke und Eberhard Krehl ab 5 Uhr morgens um den gebürtigen Dannefelder herumgewickelt. "Dabei muss er rund zwei Stunden still stehen", versicherte Blume. Das immer schwerer werdende Kleid kommentierte der Maikerl schließlich mit dem Seufzer: "Worauf habe ich mich da bloß eingelassen".

Zum Glück wurde er auch wieder herausgelassen. Nach etwa fünf Stunden "wickelten" ihn die drei Ankleider im Festzelt wieder aus. Gelegenheit für die Hunnebrössel, noch mehr Krach zu machen. Mit ihren Ruten brachten sie den Holzboden des Festzeltes ordentlich zum Schwingen. Maikerl Andreas Schröder war die Erleichterung schließlich deutlich anzusehen, dass er sein Birkenkleid gegen die luftige Schärpe tauschen konnte.

Gefeiert wurde schließlich traditionell mit allen Generationen im Zelt. Während einige der älteren bis in die frühen Morgenstunden aushielten, gehörte der Nachmittag vor allem den Kindern, wobei der Stuhltanz ein Höhepunkt wurde, denn dort mischten auch die maskierten, oft angsteinflößenden Hunnebrössel mit. Der "Hase" jedoch war so niedlich, dass die Kinder ihm oft den Vortritt ließen. Letztlich siegte Max Thiele und erhielt dafür eine Medaille.

Mit "rohen Eiern" aus Plastik wetteiferten die Kinder dann in zwei Staffeln, so wie auch beim Sackhüpfen. Bunt geschminkt wurde schließlich wild getanzt, und es erfolgte selbstverständlich auch eine Demaskierung, damit die Kinder wussten, wer sich hinter den gruseligen Masken verbirgt. Mit einer Polonaise kam Schwung ins Zelt. Als Höhepunkt wurden gasbefüllte Luftballons mit Grußkarten gen Himmel geschickt. Am Abend spielte die Showband Zappen Duster beim Zelttanz, und die Hunnebrössel gaben eine Showeinlage. Zum Abschluss gab es am Montag einen Zeltgottesdienst und Schlachteplattenessen zur Musik der Blaskapelle der Freiwilligen Feuerwehr Breitenrode.

   

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Hunnebrössel: 30 Grad und 50 Kilogramm Bir...

Dannefeld. Ihr traditionelles Hunnebrösselfest erlebten die Dannefelder am Pfingstsonntag. Der Held des Tages war dabei Maikerl Andreas Schröder, der tapfer die rund fünfstündige Verkleidung durchhielt.