Gardelegen l Die Sonne und der Regen machen den Hunden in den Freilaufgehegen des Gardeleger Tierheimes am meisten zu schaffen. "Schattenplätze sind nicht nur Mangelware. Wir haben ganz einfach keine für die Hunde", sagt der Vorsitzende des Gardeleger Tierschutzvereines, Kurt Gewasda, gestern. In den umzäunten Gehegen gibt es zwar Hütten, aber eben keine luftigen, beschatteten Flächen, auf denen sich die Vierbeiner bei den aktuellen Temperaturen ausruhen können, wie Gewasda weiter erklärt.

Dieselbe Problematik stelle sich bei entgegengesetzter Wetterlage. Dann wird aus dem Staub auf den Laufwegen der Hunde eine Schlammlandschaft. Das soll sich nun jedoch ändern. "Auf eine Anfrage haben wir aus dem Landwirtschaftsministerium grünes Licht für Fördermittel bekommen", berichtet Vereinsmitglied Stefan Quisdorf.

Gebaut werden soll indes nichts Pompöses. Lediglich eine Teilüberdachung für jedes der fünf Freilaufgehege wünschen sich die Mitglieder des Tierschutzvereines. Durch ein Förderprogramm des Landes sei es möglich, dass 90 Prozent der Kosten als Zuschuss vom Land kommen könnten. Allerdings muss der Verein dazu die erforderlichen Eigenmittel in Höhe von zehn Prozent nachweisen.

1000 Euro Eigenanteil fehlen dem Tierschutzverein

Einen Kostenvoranschlag für die bauliche Maßnahme gibt es bereits. 10000 Euro sind nötig, um den Tieren zu etwas Schatten und Regenschutz zu verhelfen. Was dem Verein nun fehlt, sind 1000 Euro Eigenmittel. "Und die haben wir leider nicht einfach mal so in der Vereinskasse", gesteht Kurt Gewasda. Daher startet der Vorsitzende nun einen Spendenaufruf. "Wir freuen uns über absolut jede Spende", betont er, "mit einem Euro fängt es an, aus dem können zehn Euro werden und so weiter."

Zirka eineinhalb Meter sollte die Überdachung in die Gehege ragen. Eine Halterung für die Konstruktion sei mit dem Zaun bereits gegeben, erklärt Kurt Gewasda. Steher im Innenbereich des Geheges sowie die Überdachung selbst müssen finanziert werden. Außerdem werden noch Rasengittersteine gebraucht, die entlang des Zaunes verlegt werden sollen, damit sich dort bei Regen nicht wieder Schlammpfützen bilden können, erklärt Stefan Quisdorf. "Im Freilauf gegenüber haben wir schon teilweise Rasengitter verlegen können. Das hat sich bewährt. Und vielleicht finden sich irgendwo in Gardelegen oder Umgebung hinter einem Stall oder in einem Schuppen noch Steine, die über sind, nicht mehr gebraucht werden. Wir können sie hier sehr gut gebrauchen", betont er.

Auch Bretter werden noch gebraucht

"Überhaupt können wir Baumaterial hier super weiterverwenden, bevor es irgendwo liegen bleibt", ergänzt Kurt Gewasda. Wer also noch einen Sack Zement oder sogar mehr über hat, findet im Tierheim an der Lüffinger Straße dankbare Abnehmer. Benötigt wird auch dringend Holz beziehungsweise Bretter. Denn die Hundehütten in den Zwingern und den Freilaufgehegen sind zum Teil sehr sanierungsbedürftig. "An Arbeitskräften und handwerklich begabten Helfern mangelt es uns in diesem Fall nicht. Aber am Baumaterial, das wir finanzieren müssten", erklärt Gewasda. Denn die Mitgliedsbeiträge und Spenden würden gerade für den laufenden Betrieb der Aufnahmestation ausreichen.

Spendenkonto: Sparkasse Altmark-West; IBAN: DE61810555553031000489; BIC NOLADE21SAW oder über ein Formular auf der Website des Vereines unter www.tierheim-gardelegen.de