Mit der Schließung der Engersener Kita "Grashüpfer" zum 30. September stößt die Kita "Villa Kunterbunt" im benachbarten Wernstedt an ihre Auslastungsgrenze. Dort gibt es seit kurzem auch eine neue Personalstruktur.

Wernstedt l "An dem Tag, an dem bekannt wurde, dass die Engersener Kita schließt, da stand bei mir das Telefon nicht mehr still", sagt Gabriele Klammer. Die Brunauerin ist die neue Leiterin der Wernstedter Kita "Villa Kunterbunt". Und als solche hat sie zu vermelden, dass die Einrichtung zum 1. Oktober mit 20 Kindern komplett ausgelastet ist.

Bis dato waren dort 15 Mädchen und Jungen betreut worden. Doch wegen der bevorstehenden Schließung der Engersener Kita ist die Nachfrage nach Plätzen sprunghaft angestiegen. Während für Engersen kurzfristig kein Ersatz für eine ausscheidende Erzieherin gefunden werden konnte, was vom dortigen Träger als Grund für die Schließung genannt wurde, gibt es in der "Villa Kunterbunt" seit wenigen Tagen eine neue Kollegin. Das Team wird nun von Mareike Teitge verstärkt. Die staatlich anerkannte Erzieherin ist in Gardelegen zu Hause. Nach dem Ende ihrer Elternzeit stellt die 27-Jährige sich nun in Wernstedt einer neuen beruflichen Herausforderung. An ihrer Seite weiß sie dabei neben der Chefin selbst auch deren Schwester und Kollegin Sabine Groß. Zudem wird das Team stundenweise von Claudia Noack unterstützt. Diese ist als Hilfskraft in der "Villa Kunterbunt" tätig.

Herbstfest gefeiert

Bis August wurde die Einrichtung noch von der Gardelegerin Kerstin Hinz geleitet. Doch hat sich diese aus persönlichen Gründen zurückgezogen (Volksstimme berichtete). Als Gabriele Klammer daraufhin vom Vortand des Kita-Trägervereins gefragt wurde, ob sie die Leitung übernehmen würde, da überlegte sie nicht lange. "Es soll ja weitergehen", erläutert die 51-Jährige, die seit mittlerweile fünf Jahren in Wernstedt tätig ist, ihre Beweggründe.

Die "Villa Kunterbunt" kann sowohl Krippen- als auch Kindergarten- und Hortkinder aufnehmen. Und für sie alle wurde gestern ein kleines Herbstfest organisiert. Es begann damit, dass die Kinder am Morgen Obst und Gemüse von zu Hause mitbrachten und damit ein Buffet bestückten. Außerdem gab es sowohl auf dem Hof als auch im herbstlich verzierten Gruppenraum verschiedene Spiele, die sich die Kinder im Vorfeld gewünscht hatten.

Zudem wurde die Gelegenheit genutzt, den neuen Krippenwagen seiner Bestimmung zu übergeben. Dieser hat rund 1000 Euro gekostet und ist aus Eigenmitteln des Trägervereins bezahlt worden. Zudem floss jenes Geld mit ein, das das Kita-Team während der Highland-Games im Juni eingenommen hatte. Da nämlich hatte es einen Schminkstand auf dem Engersener Reitplatz betreut und in diesem Zuge um Spenden gebeten.

Wie Nicole Wernecke, Vorsitzende des Trägervereins der "Villa Kunterbunt" informierte, stehe nun als nächstes der Erwerb eines kleinen Holzhauses auf der Agenda. Denn der alte Geräteschuppen auf dem Hof der Kita habe ausgedient.