Umbau des Verwaltungsgebäudes an der Letzlinger Landstraße oder Umzug in das Große Hospital - der Wasserverband Gardelegen hat noch keine Entscheidung getroffen. Die Baupläne sind erst einmal zurückgestellt.

Gardelegen l Eines steht schon jetzt fest. Ein Umbau des verbandseigenen Verwaltungsgebäudes an der Letzlinger Landstraße sei nur mit Kompromissen möglich. "Die Baugenehmigung liegt jetzt vor. Wir werden einen großen Aufwand haben", informierte Verbandsgeschäftsführerin Katja Rötz vor Pressevertretern über den aktuellen Stand der Baupläne. Die Kosten dafür seien mit etwa 300000 Euro veranschlagt. "Viel Geld für das Herrichten von vier Räumen. Wir haben die Baupläne erst einmal ausgesetzt", sagte Rötz.

Allerdings gebe es eine zweite Möglichkeit: ein Umzug in das Große Hospital. Der Verband jedenfalls habe nach wie vor Interesse, in das Gebäude einzuziehen. Das wäre dann für den Verband zwar ein Mietobjekt aber ideal - barrierefrei und mitten im Stadtzentrum gelegen. Es habe bereits Gespräche mit dem Eigentümer, der Hospitalstiftung zu Gardelegen, und auch der Stadt gegeben. Aber konkrete Zahlen liegen noch nicht vor. "Wir brauchen vom Vermieter ein verlässliches Angebot", betonte Katja Rötz. Es sei aber schon mal gerechnet worden. Die Mietzahlungen würden keine Auswirkungen auf die Gebühren für Schmutz- und Abwasser haben.

Der Verband habe auch einen Neubau in Erwägung gezogen. "Das wäre aber dann richtig aufwändig", meinte Rötz.

Handlungsbedarf sei gegeben

Im Rahmen der Finanzplanung des Verbandes für 2014 hatte Katja Rötz in der Verbandsversammlung Ende des vorigen Jahres bereits die Pläne für einen möglichen Umbau erläutert. Handlungsbedarf bestünde auf jeden Fall. Das jetzige Gebäude genüge nicht mehr den Anforderungen an ein kunden- und mitarbeiterfreundliches Objekt. Die Platzverhältnisse seien sehr eng. Einige Büros sind doppelt belegt. Der Platz für den Kundenbereich sei nicht ausreichend. Es gebe keine ordentlichen Sitzmöglichkeiten. Dazu käme, dass im Kundenbereich keinerlei Diskretion gewährleistet werden könne. Das aber sei dringend erforderlich, da die Mitarbeiter des Verbandes mit sensiblen Kundendaten, etwa bei Ratenzahlungen, Zahlungsschwierigkeiten oder Vollstreckungen, umgehen würden.

Die Geschäftsführung und technische Leitung des Verbandes hätten im oberen Geschoss des Gebäudes ihren Sitz. Die Büros seien allerdings nur über eine schmale und sehr steile Treppe erreichbar. Mit dem Umbau sollte unter anderem der komplette Kundenbereich ins Erdgeschoss umziehen.

Im Sommer sei dann klar geworden, dass der Umbau des denkmalgeschützten Gebäudes wesentlich aufwändiger werden würde, als zunächst angenommen. Sicher war zu diesem Zeitpunkt auch schon, dass die 222000 Euro, die im Wirtschaftsplan 2014 für den Umbau eingestellt sind, nicht reichen würden.

Die Verbandsversammlung habe dann in der Juni-Sitzung beschlossen, dass die Geschäftsführung Gespräche mit der Stadt und der Hospitalstiftung über eine mögliche Nutzung des Hospitales führen soll (wir berichteten).

Die nächste Sitzung der Verbandsversammlung findet am Mittwoch, 8. Oktober, ab 18 Uhr im Verwaltungsgebäude statt.