Ohne Gegenstimmen wählten die Wernstedter Feuerwehrmitglieder am Freitag ihre neue Wehrleitung. Volker Rakov war seit 2008 Wehrleiter und hatte sein Amt zuvor niedergelegt.

Wernstedt l Die Wernstedter Feuerwehr hat seit Freitagabend eine neue Wehrleitung - mit einem jungen Ortswehrleiter. Christopher Koke (26) ist der neue Mann an der Spitze, der auf Volker Rakow folgt. Dieser hatte sein Amt vergangenen Monat niedergelegt. Rakov war seit 2008 Wehrleiter, ein Amt, das er eher mehr übernehmen musste, als dass er es unbedingt wollte. Eigentlich hätte seine Amtszeit erst im kommenden Montag geendet, doch Rakov zog vorher einen Schlussstrich.

Christopher Koke ist ein echtes Wernstedter Eigengewächs. 1998 trat er in die Jugendwehr ein, seit vielen Jahren ist der gelernte Feuerungs- und Schornsteinbauer im aktiven Dienst. Alle nötigen Weiterbildungen zur Leitung einer Wehr hat der Löschmeister bereits absolviert. Koke bedankte sich nach der Wahl für das Vertrauen seiner Kameraden.

Alter und neuer stellvertretender Wehrleiter ist Claas Schulze, neu im Amt als Kassenwart ist Gerald Koke. Als Gerätewart zeichnet Udo Lüke verantwortlich, die Aufgaben des Jugendwarts und Sicherheitsbeauftragten übernimmt weiterhin Jens Pennigstorff. Ortsbürgermeisterin Anni Schulz wünschte der neuen Leitung, "dass ihr alle Aufgaben gut bewältigt und dafür sorgt, dass die Wehr gut zusammenhält". Denn es sei wichtig, dass die Ortswehr in Wernstedt noch lange erhalten bleibe.

Neben Wehrleiter Volker Rakov schied auch Kassenwartin Ulla Leichsenring aus der Wehrleitung aus. Sie wurde mit einem Blumenstrauß verabschiedet. Leichsenring, die sich ganz offensichtlich von der Neubesetzung des Kassenwartpostens überrumpelt fühlte, brachte ihren Unmut zum Ausdruck, "dass keiner mit mir im Vorfeld gesprochen hat - obwohl ich das seit 40 Jahren gemacht habe". Sie war dabei den Tränen nahe.

Versammlungsleiter Claas Schulze begründete diese Neubesetzung mit dem Umstand, dass Mitglieder der Wehrleitung auch im aktiven Dienst sein müssten. Dass es im Vorfeld nicht zu einem Gespräch gekommen war, tue ihm leid. Er bat Leichsenring um Entschuldigung, er habe das Gespräch versäumt und könne ihren Unmut nachvollziehen.

20 Aktive sind derzeit in Wernstedt vor Ort. Schwierig sehe es mit dem Nachwuchs aus. Zwar gebe es mit Jens Pennigstorff einen Jugendwart, "aber eine Jugendwehr haben wir leider nicht", bedauerte der neue Wehrleiter. Es fehlten interessierte Kinder.

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