Kakerbeck (gb) l Kakerbecks Ortschaftsratsmitglied Steffen Lötge brachte es auf den Punkt: "Wenn die Decke zu kurz und du zu groß bist, kannst du ziehen, wie du willst, irgendwas wird immer kalt." Dabei wurde den Räten in Kakerbeck am Dienstagabend eher warm, denn sie mussten ordentlich hin und her rechnen. Und zwar insgesamt nach unten.

Dem Ortsbudget von 5130 Euro standen Anträge in Höhe von 8300 Euro gegenüber. So hatte zum Beispiel der Förderverein Feuerwehr 2500 Euro für die Freizeit- und Bildungsfahrt der Feuerwehrjugend beantragt, die Kakerbecker Karnevalsgesellschaft hätte gern 1000 Euro für eine neue Bühne, der Sportverein möchte von den beantragten 2000 Euro neue Technik anschaffen und fürs 95-jährige Bestehen 2015 etwas Geld sparen. Der Freundeskreis Brüchau wiederum möchte ins örtliche Dorfgemeinschaftshaus investieren und das Zusammenleben fördern und beantragte ebenfalls 2000 Euro.

Da allerdings für die Senioren und Jubiläen 400 Euro, für Veranstaltungen der Wehr 300 Euro und für Kartoffelfest sowie Weihnachtsmarkt 100 Euro fest eingeplant sind, mussten die vier Vereine insgesamt auf 3170 Euro verzichten.

Verteilt werden nun laut Ratsbeschluss 1000 Euro an die Karnevalisten - übrigens einziger Verein ohne Lobby im Rat -, sie erhalten nun 50 Prozent des beantragten Geldes. Jeweils 1100 Euro gehen an den Freundeskreis Brüchau und die Kakerbecker Sportler, die damit 45 Prozent Einbußen hinnehmen müssen. 1500 Euro, und damit 40 Prozent weniger als beantragt, gibt es schließlich für den Förderverein Feuerwehr.

Künftig fürchten die Kakerbecker übrigens massive Verluste beim Budget. "Nach der geplanten Kürzung der Landeszuweisungen müssen wir ab dem nächsten Jahr wohl eher noch Geld zur Stadt tragen", malte Ortsbürgermeister Ulf Kamith ein düsteres Zukunftsbild.