Rund 100 Solpker haben den Martinstag gefeiert. Viel zu tun gab es für die Feuerwehrleute. Denn kurz vor dem Start brannte es am Bahnhof.

Von Philip Najdzion

Solpke l Das hatten sich die Feuerwehrleute aus Solpke anders vorgestellt. Mitten in den Feierlichkeiten heulte die Sirene. Bevor die Brandbekämpfer den Laternenumzug begleiten konnten, mussten sie am Freitagabend zum Einsatz ausrücken. Am alten Bahnhof in Solpke brannte es. Zum Glück hatten sie das Feuer schnell unter Kontrolle und konnten zum angenehmeren Teil übergehen.

Vorneweg beim Laternenumzug lief Maik Rasch mit seinem Akkordeon und stimmte Lieder an. "Ich geh mit meiner Laterne" und "Sonne, Mond und Sterne" sangen die Einwohner lautstark. Die Feuerwehrmänner sorgten an den Straßen für Sicherheit. Die Mitglieder der Jugendfeuerwehr schauten genau hin, dass die Kinder vorsichtig mit den Fackeln umgingen.

Martinsandacht mit vielen Besuchern

Zuvor waren viele Solpker bereits zur Martinsandacht gekommen. Die Kirche war voll. Die Christenlehrekinder führten die Martinsgeschichte auf und die Mädchen und Jungen aus dem Kindergarten sangen das Martinslied.

"Wenn Sankt Martin heute nach Solpke käme, was würden die Einwohner ihm erzählen?" Diese Frage stellte Pfarrer Gerd Hinke in seiner Andacht. "Wir haben keine Schule mehr, die Gaststätte ist gesperrt", sagte der Pfarrer. Aber wenn die Gemeinschaft zusammenhalte, könnten neue gute Zeichen gesetzt werden.

Wie das gelingen kann, zeigten die Einwohner im Anschluss an die Andacht. Rund 100 Eltern und Kinder zogen mit ihren Laternen und Fackeln durch den Ort.

Kirche und Kindergarten hatten den Abend organisiert. Die Solpker Eltern hatten im Vorfeld des Festes fleißig Martinshörnchen gebacken, die verteilt und geteilt wurden. Am Lagerfeuer und bei Bockwurst und Glühwein konnten sich die zahlreichen Teilnehmer nach dem Umzug am Haus der Kirchengemeinde aufwärmen und miteinander reden.

   

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