Der Jugendklub Mood wird demnächst in Potzehne eine Außenstelle eröffnen. Einmal pro Woche wird es dort verschiedene Angebote geben. Über die Arbeit des Klubs hat JFZ-Geschäftsführer Ralf Böse in der Sitzung des Sozialausschusses im Jugendklub Mood informiert.

Gardelegen l Der Jugendklub Mood möchte sich künftig nicht nur in der Kernstadt, sondern auch in den Ortsteilen engagieren. Wenn alles nach Plan verläuft, wird im Dezember im Jugendgästehaus in Potzehne eine Außenstelle eröffnet, informierte der Geschäftsführer des Jugendförderungszentrums (JFZ), Ralf Böse, in der jüngsten Sitzung des städtischen Sozialausschusses im Jugendklub Mood.

Das JFZ als Träger des Klubs habe damit auf eine Anfrage des Potzehner Ortsbürgermeisters Harald Rolletschek reagiert. Das JFZ könne einen separaten Raum nutzen. Auch die ältere Generation habe schon Interesse signalisiert, diesen Raum für Seniorentreffs nutzen zu können. Einmal pro Woche sollen in Potzehne "gezielte Angebote" stattfinden, ergänzte Carsten Roßberg. Der Musiker ist seit kurzem im JFZ fest angestellt und bietet im Klub verschiedene Musikprojekte an (wir berichteten).

Mit der Schließung des städtischen Jugendklubs Zehnte im Jahre 2009 hat das JFZ dessen Part übernommen. Mit der Stadt sei ein Vertrag zunächst über fünf Jahre abgeschlossen worden. Unter anderem sei auch ein jährlicher Zuschuss von 58000 Euro festgeschrieben worden. Der Vertrag laufe jetzt aus und verlängere sich automatisch um ein weiteres Jahr, sofern es keine Kündigungen seitens der Vertragspartner gebe, erläuterte Böse.

Mit dem Zuschuss käme man über die Runden. "Wir sind ein Unternehmen im sozialen Bereich", so Böse. 60 Mitarbeiter seien unter Vertrag. Der städtische Zuschuss würde fast komplett für Personalkosten verbraucht. Das JFZ akquiriere auch andere Projekte, für die es Geld gebe. "Wir hätten uns auch gern mal für größere Landesprojekte in der Jugendarbeit beworben. Dafür fehlt uns allerdings der Eigenanteil. Das Geld haben wir nicht", bekannte Böse, "wir sind aber froh, wenn wir die Summe der Stadt behalten könnten."

Leider sei das JFZ seit Jahren nicht mehr vom Amtsgericht bedacht worden, was finanzielle Strafen betreffe, die Verurteilte für soziale Einrichtungen bezahlten müssten. "In den vergangenen zehn Jahren haben wir vom Gericht 500 Euro erhalten. Andere Vereine werden viel öfter bedacht", so Böse.

Zuvor hatte die neue Leiterin des Jugendklubs, Annegret Holz, die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen im Mood mit einem Film vorgestellt. Auf zahlreiche Veranstaltungen in diesem Jahr konnte die junge Frau verweisen. Beispielsweise wird das JFZ und der Jugendklub sich am Advent in den Gärten am kommenden Wochenende beteiligen. Für den 2. Dezember ist ein Kreativtag in der Miester Sekundarschule geplant. Zu den regelmäßigen Angeboten gehören unter anderem Gitarrenunterricht, Töpferkurse, Nachhilfe, Prüfungsvorbereitung und Hausaufgabenbetreuung. Das JFZ betreut alle Grundschulen, die Sekundarschulen in Gardelegen und Mieste und die LB-Schule im Rahmen der Schulsozialarbeit. Täglich würden durchschnittlich 10 Kinder und Jugendliche den Klub besuchen, in den Ferien seien es zwischen 30 und 40 Kinder.