Die ehemalige Kita in Engersen steht zum Verkauf. Ganz bewusst ist die Ausschreibung des Objektes aber bislang nur regional erfolgt. Angebote sind bis 15. Januar einzureichen.

Engersen/Kalbe l Während seiner jüngsten Sitzung hat der Stadtrat es beschlossen: Das Kita-Objekt in Engersen, das seit 1. Oktober nicht mehr genutzt wird, ist zu veräußern. Inzwischen gibt es dazu auch Aushänge - allerdings lediglich in Engersen, Klein Engersen und am Kalbenser Rathaus.

Die Entscheidung, sagt Bürgermeister Karsten Ruth, sei ganz bewusst so getroffen worden. "Denn wir wollen erst einmal versuchen, einen Lokalbezug zu behalten", so Ruth. Leider seien in der Kommune ja schon ausreichend schlechte Erfahrungen mit anderen Immobilien gemacht worden, die von Dritten als Spekulationsobjekte erworben worden seien, inzwischen aber verfallen würden. Das solle bei der Engersener Kita möglichst verhindert werden.

Da in diesem Fall das Privatrecht greife, müsse die Stadt die Immobilie auch nicht anders ausschreiben, erklärte der Bürgermeister. Bis zum 15. Januar 2015 können nun in der Stadtverwaltung Angebote für den 1897 erbauten Mehrgeschosser, der auf einem 1259 Quadratmeter großen Grundstück steht, abgegeben werden. "Auf Preisangaben haben wir dabei ganz bewusst verzichtet", so Ruth. Sollte das, was an Angeboten hereinkomme, aber ganz gravierend von dem abweichen, was sich der Eigentümer für die Immobilie erhoffe, "müssen wir noch einmal nachbessern", betonte der Bürgermeister.

Zweifelsohne gibt es in dem kommunalen Objekt Sanierungsbedarf. Denn weder die Gemeinde Engersen als früherer Kita-Träger noch die Stadt Kalbe als ihr Rechtsnachfolger hatten - abgesehen von der Erfüllung einiger Brandschutzauflagen - in jüngerer Vergangenheit groß in das Gebäude investiert. Dies war auch immer wieder als ein möglicher Grund dafür genannt worden, warum die damals kommunale Kita von immer weniger Kindern besucht worden war.

Zwar hat der Sportverein sie 2013 in seine Trägerschaft übernommen und auf diese Weise versucht, die Einrichtung zu erhalten, doch hat er wegen Personalmangels zum 1. Oktober 2014 doch aufgeben müssen (siehe Bericht unten).