Gardelegen l Für Otto von Bismarck gab es beim Thema Hund keine Alternative, und viele Herrscher wurden mit ihnen dargestellt: Deutsche Doggen. Sie sind ohne Zweifel majestätische Hunde, die ein familienfreundliches, ruhiges, ausgeglichenes Wesen besitzen, Fremden gegenüber als reserviert gelten und sehr wachsam sind, beschrieb Kerstin Hennigs die Hauptakteure in der Gardeleger Reithalle. Hennigs war die Leiterin der Doggenausstellung, die dort am Sonntag stattfand.

Sie begrüßte zunächst die Teilnehmer, dankte den zahlreichen Sponsoren und Helfern und wünschte allen einen tollen Tag mit maximalen Ausstellungserfolgen.

Für die Bewertung der Hunde, bei denen es unter anderem um Körperbau, Kopfform, Zähne, Gangwerk und andere Kriterien ging, war Deinora Sudekine, eine Zuchtrichterin aus Litauen, zuständig.

Friedliche Riesen lieben es warm und kuschelig

Mit aufmerksamen, fachkundigen Blicken beobachtete sie die Doggen in den drei ausgeschriebenen Klassen Baby-, Jugend- und offene Klasse, während sie sich eifrig Notizen zu den einzelnen Vierbeinern machte.

Trotz dessen, dass die Halle mit einem großen Heizgebläse erwärmt wurde, kuschelten sich viele der wärmeliebenden Hunde zwischen den Präsentationen in mitgebrachte Schlafsäcke oder unter Decken.

Wolfgang Bröcher, ein Doggenfreund aus Bochum, reist mit seinem Rüden Dav zu Ausstellungen in ganz Europa und verriet, dass ein gewisses Suchtpotenzial bei dieser Passion mitspielt. Als Hobby könne man das schon nicht mehr bezeichnen.

Dem stimmte Züchter Rudolf Grais aus München sofort zu. Dessen Rüde Alexis Sorbas sei mit zwölf Jahren der Methusalem der Schau, sagte er augenzwinkernd. Denn leider werden die majestätischen Riesen nur etwa acht bis neun Jahre alt.

   

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