Die Trink- und Abwassergebühren bleiben 2015 stabil. Für Investitionen wird der Gardeleger Wasserverband - wie in den Vorjahren - auch 2015 keine Kredite aufnehmen. Dennoch soll kräftig investiert werden. 1,843 Millionen Euro sollen in diverse Bauprojekte fließen.

Gardelegen l 1,05 Euro pro Kubikmeter Trinkwasser und 2,65 Euro pro Kubikmeter Abwasser, zuzüglich einer monatlichen Grundgebühr von drei Euro - diese Preise werden auch im nächsten Jahr ihre Gültigkeit behalten. Sie bleiben damit im Kalkulationsrahmen von 2013 bis 2015 unverändert.

Die Gebühren sind Bestandteil des jährlichen Wirtschaftsplanes des Wasserverbandes Gardelegen. Die Planungen für 2015 hat die Verbandsversammlung in ihrer jüngsten Sitzung bestätigt. Im Erfolgsplan sind die Erträge mit etwa 7,318 Millionen Euro und die Aufwendungen mit 7 Millionen Euro veranschlagt. In diesen Bereich fallen auch die Personalkosten für die 40 Mitarbeiter des Verbandes. Auch da wird es keine Änderungen geben. Alle Planstellen bleiben. "Da wird nichts gestrichen oder dazugenommen", sagte Verbandsgeschäftsführerin Katja Rötz.

Restarbeiten in der Weteritzer Landstraße

Im Vermögensplan schlagen die Einnahmen und Ausgaben mit jeweils 3,959 Millionen Euro zu Buche. Dieser Haushaltsbereich sichert auch die Planungen für die Investitionen. Insgesamt will der Verband 1,843 Millionen Euro investieren. Im Schutzwasserbereich sind es 970000 Euro, im Trinkwasserbereich 873000 Euro. Die einzelnen Positionen sind in beiden Bereichen nahezu identisch

In das Jahr 2015 werden Restarbeiten für die Erneuerung der Trink- und Abwasserleitung in der Weteritzer Landstraße übernommen. Begonnen wurde das Projekt bereits in diesem Jahr gemeinsam mit der Stadt Gardelegen und der Landesbaubehörde Nord. Im Schmutzwasserbereich sind es noch 145000 Euro, im Trinkwasserbereich 27000 Euro. Vorgesehen ist außerdem die Erneuerung von Trink- und Schmutzwasserleitungen im Gardeleger Lindenweg für insgesamt 209000 Euro. Das Projekt soll gemeinsam mit der Stadt realisiert werden, die ihrerseits den grundhaften Ausbau der Straße plane.

Um für den Fall, dass zusätzliche Gemeinschaftsprojekte in Angriff genommen werden können, finanziell reagieren zu können, hat der Verband in den Positionen "Sonstige Maßnahmen Schmutzwasser" und "Sonstige Maßnahmen Trinkwasser" jeweils 200000 Euro und 160000 Euro eingestellt. Für alle Beteiligten an solchen Bauprojekten ein probates Mittel, um Geld zu sparen. So plane die Stadt Bismark beispielsweise die Sanierung der Bahnhofstraße. Der Gardeleger Verband würde sich dann mit Leitungsarbeiten daran beteiligen. "Das ist aber noch nicht abschließend geklärt. Und wenn das nichts wird, haben wir noch genügend andere Projekte auf unserer Prioritätenliste", sagte Rötz.

Zu den weiteren Vorhaben gehören die Sanierung von Pumpwerken und die Erneuerung des technischen Fuhrparkes des Verbandes (beispielsweise Rasenmähertechnik). Enthalten ist auch die Erschließung des neuen Eigenheimgebietes am Kämmereiforst. In der Gardeleger Wächterstraße soll die Trinkwasserleitung erneuert werden. Für Jemmeritz ist der Bau einer neuen Druckerhöhungsanlage geplant (80000 Euro), um die Trinkwasserversorgung der Einwohner zu verbessern.

Sanierungsbedarf in den Kläranlagen

Eine große Herausforderung für die nächsten Jahre werden auch Sanierungsarbeiten in den Klärwerken sein. Dafür soll im nächsten Jahr die Planung angeschoben werden.

Letzter Punkt der Tagesordnung war die Wahl einer neuen Verbandsgeschäftsführung. Die Wahlperiode beträgt in Anlehnung an die Bürgermeister sieben Jahre. Im nichtöffentlichen Teil seiner vorherigen Sitzung hatte die Verbandsversammlung per Beschluss auf eine öffentliche Ausschreibung verzichtet. Am Dienstagabend wurde Katja Rötz in offener Wahl einstimmig in ihrer Funktion bestätigt.