Zwischen Rathausplatz und Ernst-Thälmann-Straße wurde es am vergangenen Wochenende wohl niemandem langweilig. Es gab Stände zum Naschen, Sattwerden und Stöbern. Und wer es noch abwechslungsreicher wollte, wurde an der Bühne immer aufs Neue überrascht.

Gardelegen l Da füllten sich wohl ganze Handyfestplatten der stolzen Muttis und Vatis am Wochenende mit jeder Menge Filmen vom Nachwuchs. Denn der kam auf der Bühne des Gardeleger Weihnachtsmarktes auch in diesem Jahr wieder ganz groß raus: Da wurde getanzt und gesungen, rezitiert und geschauspielert, dass es eine Freude war.

Den Auftakt machten am Freitag die Kinder der Otto-Reutter-Grundschule - es folgten zwei weitere Grundschulen und dazu die Kindergärten. Die Miester Drömlingsspatzen hatten ebenso ihren Auftritt, wie die tollen Tänzer der Tanzschule Müller, Schüler der Musikschule des Altmarkkreises und der Chor des Gymnasiums, die alle ein weihnachtliches Programm einstudiert hatten.

Zu später Stunde am Freitag und Sonnabendabend wurde es dann auf dem Gardeleger Weihnachtsmarkt eher rockig als besinnlich. Dafür sorgten die Gruppen Whiskey und Starkbier und Old and Grey. Wer am Sonnabend noch etwas länger Zeit hatte, konnte sich dann sogar noch über ein funkensprühendes Feuerwerk freuen, das ihn an das erste Feuerwerk in den 1950er Jahren in Gardelegen erinnert habe, schwärmte Gewerbevereinschef Peter Jaenicke.

Von ihm gab es am Sonntag übrigens nur lobende Worte für den gelungenen Markt. Selbst der sonst eher schwach besuchte Freitag sei mit dem Duo Whiskey und Starkbier sehr stimmungsvoll - wenn auch mit viel Wasser von oben - zu Ende gegangen. Der beste Tag - "von da an waren auch die Händler zufrieden - sei natürlich der Sonnabend gewesen, aber auch gestern seien noch viele Besucher gekommen.

Und das Kommen lohnte sich: Abwechslungsreich wurde es nämlich auch am letzten Markttag. Den Auftakt machte der Chor des Gardeleger Gymnasiums. Weihnachtslieder auf Gitarren und Flöten hatten dann Sängerin Janna Helmstaedt, Paula Arnold und Merlin Senft, alle drei Musikschüler aus Gardelegen, mitgebracht, die mit ihrem Lehrer Jürgen Genz auftraten. Sängerin Maria Hellge und der Mennonitenchor aus Salzwedel beendeten schließlich das Kulturprogramm am Abend.

Gut angekommen waren in diesem Jahr aber auch die vielen kleinen Extras. So freuten sich die Kinder nicht nur über das Karussell, sondern auch über die Märchenfigurensammlung vor dem Rathaus - die in den kommenden Jahren noch erweitert werden soll - oder über die Schneemaschine, die in unregelmäßigen Abständen für eine weiße Pracht aus Schaumbläschen sorgte.

Nicht zuletzt spielte auch das Wetter mit. Wo Weihnachtsmarktbesucher an anderen Orten in Sachsen-Anhalt ihre Regenschirme aufspannen mussten, hatten die Gardeleger fast durchgehend Glück und gestern sogar Sonnenschein.

Ein Lob und Dankeschön gab es von Jaenicke schließlich auch noch für die vielen Helfer, Organisatoren und Sponsoren, ohne die der Weihnachtsmarkt wohl nicht so gut gelungen wäre.

   

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