Mehr als eine Viertelmillion Euro sollen in diesem Jahr allein in den Erhalt der kommunalen Wohnungen fließen. Damit soll der Mietstandard für die Bewohner gehalten werden.

Gardelegen l Manches sieht von außen besehen noch gar nicht so schlimm aus, anderes ist tatsächlich auch optisch schon nicht mehr schön. Manches ist schnell gemacht, für andere Leistungen muss viel Geld ausgegeben werden. Es geht um die Instandhaltung von Wohnraum, ein großer Kostenfaktor für jeden Vermieter - auch und insbesondere für die Gardeleger Wobau, die mehr als 1400 Wohneinheiten anbietet. Denn die hundertprozentige Tochtergesellschaft der Stadt muss für den Erhalt ihrer Häuser tief in die Tasche greifen.

"Die Fassade sieht richtig schlimm aus und da fährt jeder dran vorbei"

Wolfgang Oelze, Geschäftsführer der Wobau Gardelegen

Stolze 365000 Euro sind in diesem Jahr allein für die Instandhaltung von Wohnraum und Außenanlagen eingeplant, beziffert Wobau-Geschäftsführer Wolfgang Oelze. Und die fließen, neben den immer wieder anfallenden Kleinreparaturen, für die immerhin ein Topf von 200000 Euro bereitsteht, auch in einige größere Projekte.

Eines davon ist zum Beispiel der Wohnblock Sandstraße 91 bis 95. Die Wohnungen selbst sind schön, sagt Oelze, und weil sie an der Rückfront auch alle über einen Balkon verfügen, von dem sich ein toller Blick auf die Gardeleger Wallanlagen bietet, sind sie auch sehr beliebt. Nur von vorn bietet das Haus keinen schönen Anblick mehr. "Die Fassade sieht richtig schlimm aus und da fährt jeder dran vorbei", sagt Oelze. Der permanente Verkehr hat seine Spuren hinterlassen Deshalb wird in diesem Jahr die komplette Fassade saniert. 30000 Euro werden dafür ausgegeben.

Optisch noch eine schöne Fassade hat eigentlich das Mehrfamilienhaus an der Ecke Gartenstraße 30/Jägerstieg 35. Doch hier gibt es offensichtlich Feuchtigkeitsprobleme, der Putz muss trockengelegt werden. 25000 Euro sind dafür eingeplant.

Mehr Wohnkomfort haben Mieter aber auch, wenn sich im Umfeld ihrer Wohnungen etwas ändert. Für etwa 5000 Euro umgestaltet werden soll zum Beispiel der Hofbereich hinter der Gartenstraße 5 bis 25,im Wohngebiet Schlüsselkorb.

Auf ordentliche Kellerräume können sich wiederum die Mieter an der Gardeleger Karl-Marx-Straße 1 bis 8 freuen. Die Keller in den vier Blöcken sollen in diesem Jahr komplett umgebaut werden. "Das sind Bunker. Dort herrschen noch nachkriegsähnliche Zustände", gibt Oelze zu. Deshalb hat die Wobau 30000 Euro für die Arbeiten eingeplant.

Schön werden sollen auch einige Flure und Aufgänge. Pauschal 5000 Euro für jeweils sechs Treppenhäuser in Mehrfamilienhäusern der Wobau stehen für 2015 bereit. Hier soll geschaut werden, wo der Instandsetzungsbedarf am dringendsten ist.

   

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