Engersen (cn) l Für das Gebäude der ehemaligen Engersener Kindertagesstätte, das seit Oktober 2014 nicht mehr als solche genutzt wird, ist kein Gebot abgegeben worden.

Das Objekt war nur regional ausgeschrieben worden, da auf der Grundlage eines Stadtratsbeschlusses ein Lokalbezug beibehalten werden sollte. Weil es in der Kommune zuvor schon schlechte Erfahrungen mit auswärtigen Käufern gegeben hatte, waren lediglich in Engersen und in Klein Engersen Aushänge erfolgt. Gestern jedoch lief die Frist für Gebote ab.

"Wir werden den Kreis jetzt auf die gesamte Einheitsgemeinde erweitern", sagte Bürgermeister Karsten Ruth. Erst wenn sich auch dort kein Bieter finde, solle das Haus überregional ausgeschrieben werden, allerdings für ein Mindestgebot.

Bei dem Gebäude, das sich an der Ortsdurchfahrt befindet, handelt es sich um einen Mehrgeschosser, der 1897 erbaut worden ist und der auf einem 1259 Quadratmeter großen Grundstück steht. Doch obwohl er zuvor als Kita genutzt worden war, gibt es dort durchaus Sanierungsbedarf. Denn sowohl die Gemeinde Engersen als später auch die Stadt Kalbe als deren Rechtsnachfolger hatten dort nur das Nötigste investiert - abgesehen von den Brandschutzauflagen, die erfüllt werden mussten, damit der Sportverein die Kita weiterbetreiben durfte.

Aufgegeben hatte er diese aber nicht wegen des baulichen Zustandes, sondern aus personellen Gründen. Bis Ende 2012 war die Kommune allerdings Träger der Kita gewesen.