Wo andere Wehren deutliche Probleme haben, können die Wiepker mehr leisten: Auch in der Woche zwischen 7 und 18 Uhr ist ihre Rettungstruppe voll einsatzfähig. Auch deshalb gibt es in diesem Jahr ein größeres Fahrzeug samt Rettungssatz.

Wiepke l "Wir haben hundert Prozent gegeben", sagt Vizewehrleiter Uwe Schlonsak am Freitagabend stolz. Und auch wenn natürlich nicht immer alle Kameraden zu jedem Einsatz kommen konnten, hatte er damit recht. Die Wiepker Wehr hatte nämlich als eine der wenigen Truppen der Altmark im vergangenen Jahr bei jedem ihrer zwölf Einsätze die Mindesteinsatzstärke erreicht. So waren an den Wochenenden oder in den Nachtstunden durchschnittlich 17 Feuerwehrleute angetreten und in der schwierig abzudeckenden Zeit zwischen 6 und 18 Uhr in der Woche elf. Neben Bränden waren es auch fünf Einsätze, bei denen technische Hilfe gefragt war, bezifferte Schlonsak. Und dazu wird den Wiepkern demnächst nun auch besseres Werkzeug zur Verfügung stehen. Nicht nur ein größeres Fahrzeug, nämlich ein LF 16/16 Baujahr 1996, das derzeit zur Gardeleger Wehr gehört, wird demnächst im Gerätehaus stehen, auch ein größerer Rettungssatz wird dabei sein. Denn die Wiepker haben einen wichtigen Standort an der Bundesstraße 71. Die nächsten Wehren sind erst Kakerbeck im Norden und Gardelegen im Süden. "Und die schaffen es nicht in der vorgeschriebenen Zeit hierher", erinnerte Schlonsak, "die 12 Minuten der Gardeleger sind zum Beispiel kurz vor Berge rum".

So sind oftmals die Wiepker gefragt. Insbesondere bei Unfällen. Und deshalb steht in diesem Jahr insbesondere das Üben im der Umgang mit der neuen Technik auf dem Dienstplan, erinnerte Schlonsak.

Vorgenommen haben sich die Wiepker zudem einiges in Sachen Ausbildung. 2014 konnten bereits vier Grund- und, eine Geräteträgerausbildung sowie vier Lehrgänge in Technischer Hilfeleistung erfolgreich abgeschlossen werden. 2015 sollen zwei Kameraden zu Atemschutzgeräteträgern und jeweils einer zum Gruppen- und zum Zugführer ausgebildet werden. Erfolgreich waren die Wiepker zudem wieder bei vielen Wettkämpfen.

Und auch der Nachwuchs scheint die großen Fußstapfen auszufüllen. So lobten Jugendwart Horst Witt und Kinderfeuerwehrleiterin Saskia Schlonsak die Nachrücker für ihre Erfolge bei Wettkämpfen und ihren Eifer bei den Übungsstunden.

Gut zusammengewachsen sei die Feuerwehr im vergangenen Jahr auch mit ihrer neuen Löschgruppe Zichtau. So konnte Wehrleiter Ronald Gaede am Freitag nicht nur Kameraden aus Wiepke befördern oder auszeichnen, weil sie bereits seit vielen Jahren dabei sind, sondern auch einige der Kameraden aus der ehemaligen Zichtauer Feuerwehr.

   

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