Sie stammt aus Gardeleger, ist exzellent ausgebildet und ist in ihre Heimat zurückgekehrt. Diana Hey ist seit Jahresbeginn im Betreuungsforstamt Letzlingen tätig und betreut als Revierleiterin die 105 Mitglieder und 1270 Hektar Wald der Forstbetriebsgemeinschaft Hohes Feld.

Letzlingen/Gardelegen l Diana Hey (30) gehört zu denen, die Gardelegen mit Blick auf die zu erwartenden Einwohnerzahlen in den kommen Jahren so dringend braucht. Denn die 30-Jährige ist eine Rückkehrerin und eine exzellent ausgebildete Fachkraft. In Gardelegen geboren, in Gardelegen zur Schule gegangen - und nun ist sie wieder hier. Und zwar mit eigenem Revier.

Die junge Frau verstärkt seit Jahresbeginn das Betreuungsforstamt in Letzlingen und betreut das Revier der Forstbetriebsgemeinschaft (FBG) Hohes Feld Jerchel. Außerdem hat sie im Forstamt Funktionsaufgaben inne. Die Hälfte ihrer Arbeitszeit verbringt sie im Büro, die andere Hälfte draußen vor Ort im Wald.

"Mit der Natur zu arbeiten", war einer der Gründe, warum sie sich für das Studium der Forstwirtschaften entschied. Nach dem Abitur am Geschwister-Scholl-Gymnasium 2003 begann sie ihr Studium von neun Semestern in Tharandt in Ostsachsen, das sie als Diplom- Forstwirtin beendete. Das Interesse an der Natur sei bei ihr schon immer groß gewesen, erzählt die junge Frau. Und das Ökosystem Wald sei extrem komplex. Genau das mache den Reiz aus, den Wald mit der Natur zu bearbeiten, immer wieder reagieren zu müssen, aber auch abzuwarten, was die Natur macht. "Und am Ende auch Gewinn zu erzielen", so die Revierleiterin.

Zurzeit sei sie dabei, mit den Waldeigentümern in Kontakt zu kommen. Mit 105 Mitgliedern und 1270 Hektar gehört die FBG Hohes Feld zu den kleineren. Die Flächen liegen kompakt beieinander. "Ich freue mich, dass wir eine junge, frische Verstärkung haben", sagt Margitta Kriebel, amtierende Leiterin des Letzlinger Betreuungsforstamtes.

Mit Diana Hey sei eine zusätzliche Kraft gekommen. Neun Revierleiter betreuen nun die zehn Forstbetriebsgemeinschaften. Von den neun Revierleitern sind vier Frauen. Neben Diana Hey sind dies Christine Köthke, Christel Wöstenberg und Simone Bruckert.

Auch wenn der Beruf noch männerdominiert sei, habe es in den vergangenen Jahren schon eine neue Entwicklung geben. "Als ich studiert habe, waren die Hälfte Frauen und die Hälfte Männer", erzählt Hey.

Nach ihrem Studium arbeitete sie zunächst einige Jahre in der Forstverwaltung in Thüringen. Dass es sie nun zurück in die Heimat zog, hatte private Gründe. "Und ich hänge auch an diesem Fleckchen Erde", fügt sie hinzu. Mit ihrem Mann, der auch Forstwirt ist, und ihrem kleinen Sohn lebt die junge Frau, die auch den Jagdschein hat, seit Ende vergangenen Jahres in ihrer Heimatstadt. Besonders hat sich auch ihre Mutter Renate Bedranowksy über die Rückkehr gefreut, die nur zu gern mal einspringt, um ihren Enkel aus dem Kindergarten abzuholen.