51 Katzen, darunter zahlreiche Jungtiere, leben derzeit im Tierheim. Tierschutzvereinsvorsitzender Kurt Gewasda bat eindringlich darum, dass nicht jedes gefundene Kätzchen sofort ins Tierheim gebracht werden sollte, sondern erst geschaut werde, ob ein Muttertier da sei.

Gardelegen l Auch wenn der Tag der offenen Tür ist, sind die Tierheimmitarbeiter im Einsatz. Am Sonntagvormittag musste an der Ernst-von-Bergmann-Straße noch ein verletzter Hund eingefangen werden. Das übernahm Kurt Gewasda, ein anderer ehrenamtlicher Mitarbeiter brachte den Vierbeiner dann gleich in die Klinik.

Derweil kamen viele Besucher, um sich auf dem Gelände umzusehen, ein paar Streichel-einheiten an die Hunde zu verteilen oder aber auch Spenden abzugeben. So wie Corinna Schulze aus Kusey, die nicht nur Futterspenden mitbrachte, sondern Petra Gewasda auch eine Geldspende übergab.

Mit Blick auf die Anzahl der zu pflegenden Tiere "ist die Lage im Moment gar nicht so schlecht", schätzte Gewasda ein. Allerdings seien in den vergangenen zwei Wochen extrem viele Katzen dazugekommen. So wie auch drei ganz kleine Jungtiere, die im Bereich der alten Post in Gardelegen gefunden worden. So richtig glücklich war Gewasda darüber nicht. "Immer erst schauen, ob wirklich keine Mutter da ist, die sich kümmert", bat er eindringlich. Allerdings fanden die Tierheimmitarbeiter auch schon einen Korb mit Katzenmutter und Kindern vor ihrer Eingangstür, der nachts dorthin gestellt wurde. Ingesamt sind zurzeit 51 Katzen im Tierheim, die von zehn ehrenamtlichen Mitarbeitern betreut werden.

Außerdem leben dort elf Hunde, von denen aber nur neun vermittelbar sind, denn zwei Hunde sind als gefährlich eingestuft. "Um die darf sich nur meine Frau kümmern, die einen Sachkundenachweis hat", berichtet Gewasda. Die Kosten für die Tiere muss zurzeit die Stadt Gardelegen übernehmen, die Besitzer zahlen nicht. Gewasda lobte die Zusammenarbeit mit der Stadt. Die Kastrationskosten für 2014 in Höhe von 5300 Euro seien komplett übernommen worden. Auch die Abrechnung der Fahrten, wenn Tierheimmitarbeiter auf Bitten des Ordnungsamtes Hunde einfangen, klappe inzwischen sehr gut. Die Kastrationskosten sind jedes Jahr ein großer Kostenfaktor für das Gardeleger Tierheim, im Schnitt 80 Katzen werden kastriert. "Allein in diesem Jahr waren es schon 37", so Gewasda.

An Baumaßnahmen ist geplant, die Freiläufe der Katzen zu erneuern. "Da ist Bedarf", so Gewasda, der hofft, dass dafür wieder Fördermittel bereitgestellt werden.

   

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