Familie Heins aus Seethen öffnete am Sonntag einmal mehr ihren sehenswerten Garten an der alten Wassermühle für Besucher. Die, die das Refugium im Rahmen der Reihe "Offene Gärten der Altmark" besichtigten, wurden auch bewirtet.

Seethen l Für Familie Heins aus Seethen ist es etwas völlig Normales, dass sich fremde Menschen in ihrem Garten umsehen. Denn seit Jahren öffnen sie diesen für interessierte Besucher. Auch am Sonntag fand wieder eine solche Aktion statt. Weil es das erste Mal war, dass der Garten an der alten Wassermühle in dieser Saison geöffnet wurde, gab es auch Kaffee und selbstgebackenen Kuchen sowie eine Staudenbörse.

Alte Beete neu bestückt mit Nutzpflanzen

Letztere wurde von Heins` Tochter Annelie und ihrem Mann Robin Elißer bestückt. Die beiden haben sich nämlich mit einem Garten- und Landschaftsbaubetrieb auf dem Familiengrundstück in Seethen niedergelassen, nachdem es zuvor berufliche Stationen in Schleswig-Holstein, im Raum Heidelberg und sogar in Neuseeland gegeben hatte.

Annelie und Robin Elißer bringen nun auch eigene Ideen für die Gestaltung des Gartens ein, den man schon wegen seiner Größe von 8000 Quadratmetern als kleinen Park bezeichnen könnte. Auch am Wochenende konnten die Besucher wieder etwas Neues entdecken. Gerade sind dort neue Beete angelegt und mit Nutzpflanzen bestückt worden, "wo vor 70 bis 80 Jahren schon einmal Beete existierten. Doch bislang wuchs dort Rasen", wie Reinhardt Heins erzählte.

Er und seine Familie investieren viel Zeit in ihr grünes Refugium, das mit seinen uralten Bäumen, seinen Moorbeeten, Steinanlagen und unzähligen Blühpflanzen manchem Gartenfreund vorkommt wie ein kleines Paradies.

1500 Stauden und mehr als 400 Gehölze

Schon 1384 stand auf dem Grundstück eine Wassermühle, wo Familie Heins heute ihr Refugium mit viel Liebe hegt und pflegt. Die Botanik glänzt dort mit Rekorden: 1500 Stauden, darunter viele Schattenstauden, Farne, Storchenschnabelarten und Präriestauden, 400 verschiedenen Gehölze wie der Amurkorbbaum, der amerikanische Zürgelbaum oder der Schneeglöckchenstrauch, dazu ein Hochmoor mit Torfmoos und Wollgras und ungezählte Zwiebelblumengewächse. Das Auge kann sich nicht satt sehen. Und dann gibt ja auch noch eine kleine private Heimatstube auf dem Vierseitenhof, dessen Wohnhaus aus dem Jahre 1824 stammt.

Im Rahmen der Reihe "Offene Gärten der Altmark" ist der Seethener Mühlengarten die nächsten Male am 21. Juni, 19. Juli und am 16. August jeweils von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Saisonabschluss ist am 20. September. Führungen sind neben den Aktionstagen nach Vereinbarung möglich (Telefon: 039084/70062).