Böckwitz l Es sieht ganz danach aus, als sei der Fortbestand des Böckwitzer Museums in seiner bisherigen Form ernsthaft in Gefahr. Auf jeden Fall scheint Vorsitzende Ingrid Schumann allmählich die Nase voll zu haben. Im Gespräch mit der Volksstimme beklagt sie, zu viel Arbeit und zu wenig Unterstützung zu haben.

Zwar steht dem Verein seit voriger Woche eine junge Frau aus Jahrstedt als neue ABS-Kraft zur Verfügung, jedoch endete vor knapp einem Monat für zwei Personen das Förderprogramm "Aktiv zur Rente Plus". Auf diese Arbeitskräfte muss also verzichtet werden. Anderes Personal sei nicht in Sicht, obwohl sich Ingrid Schumann nach eigener Aussage bei allen möglichen Stellen intensiv darum bemüht habe.

Hinzu kommt, dass sich Ingrid Schumann zunehmend allein und im Stich gelassen fühle. So würden viele Vereinssmitglieder das nötige Engagement vermissen lassen. Jedweder Versuch, alle wieder an einem Strang ziehen zu lassen, sei vergeblich gewesen, kritisiert Ingrid Schumann, die sich auch von der Stadt Klötze und dem Altmarkkreis Salzwedel mehr Unterstützung wünschen würde.

Die Vorsitzende des Böckwitzer Museumsvereines ist all dieser Sorgen überdrüssig und zu einem drastischen Entschluss gekommen. Für sie steht fest: "Wenn sich nicht ganz schnell was ändert, dann ist hier am 31. Mai Schluss und das Museum dicht. Dann ist ab dem 1. Juni nur noch die Grenzausstellung geöffnet und auch das nur noch auf Anfrage. Klar wäre es schade, wenn das Museum, in das wir gerade in den letzten paar Jahren so viel investiert haben, den Bach runtergeht. Aber dann ist das eben so. Das haben dann andere zu verantworten."