Kostendeckend werden nach Einschätzung der Stadtverwaltung wohl die wenigsten Friedhöfe der Stadt betrieben - mit den Gebühren, die derzeit erhoben werden, sei das nicht möglich. Deshalb wird es vermutlich nahezu überall Gebührensteigerungen geben. Die Verwaltung will nun aber erst mal die Kosten der einzelnen Friedhöfe und deren Einnahmen auflisten.

Gardelegen. Kostendeckned müssen sie arbeiten, die Friedhöfe im Land. Sie sollen sich aus den Einnahmen tragen. Das tun sie derzeit nach Einschätzung des städtischen Ordnungsamtsleiters Heiko Hirsch nicht: "Die meisten sind auf keinen Fall kostendeckend." Deshalb müsse für die Friedhofe in den Orten eine neue Gebührensatzung erarbeitet werden. "Dabei werden wir nicht alle über einen Kamm scheren", sagte Hirsch. Die Stadt werde nun alle Kosten und Einnahmen zusammentragen und dann eine neue Satzung erarbeiten. In einigen Orten wird es aber erst in einigen Jahren Veränderungen geben: Diese Gemeinden hatten sich bei ihrer Eingemeindung ihre alte Friedhofsgebührensatzung auf die Dauer von fünf Jahren festschreiben lassen. Unberührt von den städtischen Preisanpassungen bleiben die Friedhöfe in kirchlicher Trägerschaft oder die privat betriebenen wie der in Kämeritz.

Die Preise etwa für eine Grabstelle sind derzeit von Dorf zu Dorf höchst unterschiedlich. Während in Wannefeld ein Einzelgrab (Liegezeit 40 Jahre) 25 Euro kostet, zahlen Bürger in Solpke dafür 160 Euro (30 Jahre). In Gardelegen - dort wird der Friedhof seit vielen Jahren von der Stadtwirtschaft betrieben - kostet ein Einzelreihengrab mit einer Liegezeit von 25 Jahren 218 Euro. Große Unterschiede gibt es nicht nur bei den Angeboten der einzelnen Friedhöfe, sondern etwa auch bei den Unterhaltungskosten, den Kosten für die Verlängerung der Liegezeit und für die Benutzung der Trauerhallen.