Der städtische Bauausschuss wird am Montag, 23. Mai, in Dannefeld tagen. Anlass ist die Fortsetzung der Bauarbeiten im Dannefelder Dorfgemeinschaftshaus. Bürgermeister Konrad Fuchs hatte einen Baustopp verhängt. Der Stadtrat soll abschließend über das Bauvorhaben der ehemaligen Gemeinde Dannefeld entscheiden.

Dannefeld. Die Mitglieder des Dannefelder Ortschaftsrates hatten gehofft, dass es soweit nicht kommen würde. Denn die notwendigen Beschlüsse für den Umbau des Dannefelder Gemeindebüros zum Dorfgemeinschaftshaus hatten sie Ende 2010 mit der Vergabe der Bauaufträge gefasst. Nachdem Gardelegens Bürgermeister Konrad Fuchs Anfang 2011 aber einen Baustopp verhängte, soll das Thema nun im Bauausschuss vordiskutiert werden. Der Stadtrat soll am 6. Juni endgültig entscheiden, ob das Dannefelder Dorfgemeinschaftshaus fertiggestellt wird. Mit dem Umbau war bereits begonnen worden, ehe Fuchs den Baustopp anordnete.

Die Mitglieder des Bauausschusses werden das Gebäude während der Sitzung am Montag, 23. Mai, besichtigen. Sie treffen sich um 18.30 Uhr am Dorfgemeinschaftshaus. Ihnen liegen dafür die Planungsunterlagen für den Umbau vor. Daraus geht hervor, dass die neue Räumlichkeit für maximal 50 Plätze ausgestattet werden soll. Das Gebäude soll für jährlich wiederkehrende kulturelle Veranstaltungen der örtlichen Vereine und der Gemeinde genutzt werden. Abgesehen davon soll der Saal für Privatfeiern genutzt werden. Ein öffentlicher Gaststättenbetrieb sei nicht vorgesehen, ebensowenig wie öffentliche Diskoveranstaltungen. Lediglich für geschlossene Veranstaltungen sei eine musikalische Begleitung geplant.

Bislang seien der Saal der Feuerwehr und das unsanierte Gemeindebüro für die genannten Veranstaltungen genutzt worden. Aber: Die Räumlichkeiten der Feuerwehr seien für solche Veranstaltungen durch die Zweigeschossigkeit und die Lage der Toilettenanlagen ausschließlich im Erdgeschoss insbesondere für ältere oder gehbehinderte Bürger ungeeignet. Deshalb habe sich die Gemeinde Dannefeld entschlossen, das Gebäude umzubauen. Der Umbau soll knapp 130 000 Euro kosten (siehe Infokasten). 110 000 Euro hatte Dannefeld als Rücklage dafür in die Stadt Gardelegen mitgebracht, hinzu kommt die Pflichtrücklage von zirka 7000 Euro, so dass aus Sicht der Dannefelder die Finanzierung gesichert sei, hatten sie argumentiert.

Um das Dannefelder Dorfgemeinschaftshaus hatte es in den vergangenen Wochen reichlich Konflikte gegeben. Die Dannefelder Hunnebrössel hatten beispielsweise ihre Beteiligung am Sachsen-Anhalt-Tag abgesagt, weil sie empört über den von Fuchs verhängten Baustopp waren. Inzwischen hat sich in Dannefeld eine Bürgerinitiative gegründet, die sich für die Fortsetzung der Bauarbeiten und eine spätere Nutzung des Gebäudes engagieren möchte (wir berichteten).