Kalbe (cn). Im Kalbenser Jugendfreizeitzentrum Kroko haben sich die Öffnungszeiten geändert (siehe Info-Kasten). Wie Volkmar Erl, der Leiter der zur Arbeiterwohlfahrt, kurz Awo, gehörenden Einrichtung sagt, hänge dies damit zusammen, dass die zweite Arbeitsstelle im Klub weggefallen sei, dass aber nun eine Arbeitskraft für die Mobile Jugendarbeit im Einsatz sei.

"Wir befinden uns da gerade in der Bedarfsanalyse. In Vienau und Kakerbeck haben wir uns damit schon vorgestellt. Demnächst wollen wir auch im Raum Jeggeleben Kontakte aufnehmen", so Volkmar Erl.

Das Freizeitangebot des Kroko-Klubs und der Mobilen Jugendarbeit in der Einheitsgemeinde richtet sich in erster Linie an Schüler ab einem Alter von zwölf Jahren. Während diese bislang beinahe täglich einen festen Anlaufpunkt in der Jugendeinrichtung an der Kalbenser Stege hatten, ist diese künftig nur noch dreimal in der Woche geöffnet. Dienstags und donnerstags sind Volkmar Erl und seine Kollegin Daniela Kohl hingegen für die Mobile Jugendarbeit unterwegs.

Förderung über LAP

Diese wird über den Lokalen Aktionsplan (LAP) finanziert, für den der Altmarkkreis die entsprechenden Fördermittel beim Bund beantragt. Außerdem hat der Kreis selbst 3500 Euro aus dem Erlös des jüngsten Neujahrsempfangs für das Projekt zur Verfügung gestellt, das ebenfalls von der Awo mit Sitz in Kalbe getragen wird. Dort wird nun gehofft, dass sich auch die Einheitsgemeinde noch mit 1000 Euro an der Mobilen Jugendarbeit beteiligt. Damit könnte die Finanzierung dann komplett sichergestellt werden. Die Gespräche dazu laufen aber noch.

Fest steht hingegen, dass die Ortschaft Kalbe auch in diesem Jahr wieder die 3000 Euro zur Bezuschussung der Kroko-Arbeitsstelle aufbringen will. Sie nutzt dafür das sogenannte Budget in Höhe von acht Euro pro Einwohner und Jahr, über dessen Verwendung jeder Ortschaftsrat in der Einheitsgemeinde Kalbe selbst entscheiden darf. Aber auch bei der Kroko-Arbeitsstelle ist der Altmarkkreis finanziell involviert. Zudem erbringt die Awo einen nicht unerheblichen Eigenanteil, wie Geschäftsführerin Britta Fischer unterstreicht.

Sowohl Kroko-Chef Volkmar Erl als auch Kollegin Daniela Kohl haben jeweils eine 30-Stunden-Arbeitswoche und versuchen, in dieser Zeit alle Vorhaben der Jugendarbeit unter einen Hut zu bringen. Dazu gehört auch, dass es künftig jeden zweiten Sonnabend im Monat Sonderaktionen geben soll. Schon morgen geht es mit dem Besuch der ersten Veranstaltung, die in diesem Jahr im Rahmen der Reihe Fakir (Fairplay Altmark Kids Respect) stattfindet, los. Der Kleinbus startet um 9 Uhr in Richtung Salzwedel. Wer mitfahren will, muss sich vor dem Kroko einfinden.

Die Einrichtung ist auch für die Mobile Jugendarbeit von großer Bedeutung. Denn sie ist Veranstaltungsort, Büro und Treffpunkt in einem, "also quasi die Basis des Ganzen", wie Volkmar Erl betont.